Splinter Cell


„Drei leuchtende Punkte aus der Dunkelheit“

Nachdem Konami („Silent Hill“, „Castlevania“) im Jahr 2001 mit „Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty“ den bis dahin erfolgreichsten Vertreter des Stealth-Genres erschaffen hatte, wollten auch andere Studios vom Hype profitieren. Ubisoft („Prince of Persia“, „Rayman“) warf im Jahr 2002 mit „Splinter Cell“ ein ganz heißes Eisen ins Rennen, so war das Spiel der Startschuss einer Erfolgsgeschichte mit mehreren Fortsetzungen und Umsetzungen für nahezu allen gängigen Konsolen.

 

Sam Fisher kehrt aus dem Ruhestand zurück, um für die amerikanische Geheimorganisation „Third Echelon“ in Georgien zwei verschwundene CIA-Agenten zu finden. Fisher kommt dort einem Komplott des georgischen Präsidenten Kombayn Nikoladze auf die Spur und kann diesen vorerst auch vereiteln. Nikoladze taucht aber unter und startet einen persönlichen Krieg gegen die Vereinigten Staaten von Amerika, der in einem Weltkrieg münden könnte.

 

Man übernimmt dabei aus der Third-Person-Perspektive die Rolle von Sam Fisher und muss in erster Linie unentdeckt durch die verschiedenen Levels schleichen. Dazwischen gilt es, Kletterpassagen zu bewältigen, Verhöre vorzunehmen und vereinzelt auch ein paar Schießereien zu überstehen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei eindeutig auf das Schleichen, so dass die Dunkelheit zur besten Freundin wird.

Dabei müssen SpielerInnen großteils vorgegebenen Routen folgen – ohne wirkliche Freiheiten. Dies stört aber nicht weiter, denn auch so ist das Vorankommen stets eine Herausforderung. Zum Beispiel kann Sam Fisher nicht allzu viel einstecken und zielt wenig präzise, so dass Gefechte großteils tödlich für ihn enden. Störend ist aber hingegen, dass Sam Fishers Chef manchmal unnötig die Mission abbricht und die KI der Gegner seltsame Momente hat.

 

Das Equipment von Fisher besteht dabei nicht nur aus tödlichen und nicht-tödlichen Waffen, sondern auch aus einem Wärme- und Nachtsichtgerät sowie verschiedene Ablenkvorrichtungen und Dietriche. Um seiner Lebensanzeige Gutes zu tun, findet Fisher in den Levels verteilt Medi-Kits. Grafisch ist das Spiel gelungen, obwohl einige Texturen durchaus etwas kantig wirken und einige Bewegungen – vor allem Sprüngen – unnatürlich erscheinen. Der Gesamteindruck ist aber durchgehend positiv für ein Spiel aus dem Jahr 2002. Der Soundtrack ist eher unauffällig, passt aber ganz gut zum Spiel. Die Steuerung lässt keine Wünsche offen, kann bei Bedarf auch nachjustiert werden, so dass man mit Maus und Tastatur ohne Probleme klarkommen wird.

Fazit

„Splinter Cell“ ist ein guter Vertreter des Stealth-Genres, vor allem weil er sich stets fordernd präsentiert und so durchgehend bei Laune zu halten weiß. Die Story dabei ist nicht wirklich überragend, erfühlt aber ihren Zweck. Einzig wären etwas mehr Freiheiten wünschenswert gewesen, etwa wie bei der „Hitman“-Reihe, denn man kann sich nur äußerst selten seine Vorgehensweise aussuchen.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0