Disaster: Day of Crisis


„Disaster can't strike multiple times, right?“

Im Jahr 2008 schickte das Studio Monolith Soft („Xenosaga“) Raymond Bryce in „Disaster: Day of Crisis“ für Nintendo Wii auf einen Trip durch zahlreiche Naturkatastrophen und terroristische Bedrohungen. Der Plot strotzt nur so vor Klischees aus dem Action- und Katastrophenkino, nimmt sich somit aber auch nicht todernst und macht daher auch ordentlich Spaß.

 

Die große Stärke des Spiels ist die vorhandene Vielzahl an Spielmechanismen. So muss in der dritten Person die Gegend erkundet, zahlreiche Minispiele in Form von Quick-Time-Events wie Wiederbelebungen gelöst, das Auto aus der Cockpit-Perspektive gesteuert oder Gegner und Bosse in Rail-Shooter-Manier à la „Time Crisis“ eliminiert werden. Dadurch wird das Spiel nie langweilig und man wird bis zum Ende mit neuen Aufgaben überrascht.

 

Auch die Inszenierung kann sich durchaus sehen lassen, so dass die Bilder bei den zahlreichen Naturkatastrophen – unter anderem Vulkanausbrüche, Tsunami und Wirbelstürme – durchaus stimmungsvoll und atmosphärisch wirken. Auch ein angenehmes „mittendrin“-Gefühl kann sich breit machen. Grafisch kann das Spiel zwar nicht mit einer Hochglanzoptik punkten, präsentiert sich aber im Großen und Ganzen sehenswert. Auch der mitreißende und vereinzelt fast schon epische Soundtrack trägt zum positiven Gesamtbild bei.

Die Steuerung funktioniert über Wiimote und Nunchuk und lässt selten Wünsche übrig. Die Bewegungen werden großteils gut erkannt – einzig beim letzten Endgegner war dies nicht immer der Fall – und übertragen, während die Kamera nicht immer auf der Höhe ist, dafür aber stets automatisch nachjustiert werden kann. Nur zum Autofahren wird der Nunchuck nicht benutzt und die Wiimote horizontal gehalten, um ein Lenkrad zu simulieren – „Mario Kart Wii“-SpielerInnen werden sich gleich heimisch fühlen.

 

Der Schwierigkeitsgrad kann vor Spielstart eingestellt werden. Während sich das Spiel auf „Normal“ als angenehm fordernd präsentiert und keinerlei Frust aufkommen lässt, sind auch die weiteren Schwierigkeitsgrade für geübte SpielerInnen mit etwas Ausdauer kein allzu großes Problem. Die Spielzeit beläuft sich auf knapp acht Stunden. Zwischen den Missionen kann man auch einen Schießstand aufsuchen, sich Informationen durchlesen oder das Equipment oder die Fähigkeiten aufrüsten.

Fazit

„Disaster: Day of Crisis“ ist ein sehr unterhaltsames Spiel, welches aufgrund der zahlreichen Spielmechanismen zu überzeugen weiß. Der Plot um die verschiedenen Naturkatastrophen ist sehenswert inszeniert und mit einem hörenswerten Soundtrack unterlegt. Einziges Manko ist wohl, dass die Rail-Shooter-Passagen wiederholend sind und viel zu oft vertreten sind, in dem nur acht Stunden langen Abenteuer ist das aber keine Katastrophe – pun intended.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0