Another Code: Two Memories


„Beyond Two Memories“

Die Geschichte des Studios Cing begann zwar im Jahr 1999, größere Erfolge folgten aber erst ab dem Jahr 2005 durch die Zusammenarbeit mit Nintendo. Das erste Werk aus dieser Kooperation war das Adventure-Spiel „Another Code: Two Memories“ für Nintendo DS. Später folgte das ähnliche „Hotel Dusk: Room 215“, ebenfalls für Nintendo DS, während später mit Titel wie „Little King’s Story“ und der Fortsetzung zu „Another Code: Two Memories“ gar der Sprung zur Heimkonsole Nintendo Wii folgte.

 

Die Geschichte von „Another Code: Two Memories“ dreht sich um die 13-jährige Ashley Mizuki Robbins, die von ihrem als verschwunden geltenden Vater auf eine mysteriöse Insel eingeladen wird. Dort angekommen muss sie nicht nur ihren Vater finden, sondern auch dem Geist D helfen, das Geheimnis hinter der Ermordung ihrer Mutter lüften und sich mit der Maschine „Another“ auseinandersetzen, die angeblich Erinnerungen manipulieren kann.

SpielerInnen durchlaufen in insgesamt sechs Kapiteln die Insel inklusive einer Villa, spricht dabei mit verschiedenen Menschen – plus einem Geist – und löst zahlreiche Rätsel. Nach jedem Kapitel werden die Ereignisse noch einmal zusammengefasst und man muss sich an die wichtigsten Fakten erinnern. Die Spielzeit beläuft sich dabei auf knapp vier bis fünf Stunden, die Wiederspielwert ist aber dank zwei verschiedener Enden doch gegeben.

 

Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf die Rätsel und diese präsentieren sich gut durchdacht und auf fordernden Niveau, ohne jedoch Frust aufkommen zu lassen. Die meisten Rätsel lassen sich mit etwas Aufmerksamkeit schnell lösen, während im ganzen Spiel lediglich zwei Rätsel als wirklich knifflig zu bezeichnen sind. Die Rätsel schöpfen die Möglichkeiten der Nintendo DS gut aus, so dass neben dem Touchscreen und dem Mikrophon auch der Klappdeckel seine Verwendung findet.

 

Die Hauptfigur trägt stets ein DAS bei sich, einem Gerät, welches einem Nintendo DS zum Verwechseln ähnlich sieht. Mit diesem Gerät kann man nicht nur speichern, das Inventar durchsehen oder Informationen ansehen, sondern auch Fotos machen. Diese Funktion ist im Spiel sehr wichtig, denn damit müssen ebenfalls zahlreiche Rätsel gelöst werden, die zu den Höhepunkten im Spiel zählen.

 

Grafisch präsentiert sich das Spiel auf gutem Niveau. Während man die Hauptfigur aus der Vogelperspektive steuert, ist diese als 3D-Figur animiert und auch die Umgebung zeigt sich passend dazu. Wenn man jedoch mit Personen spricht oder Gegenstände untersucht, werden großteils Standbilder präsentiert, die aber ebenfalls sehr sehenswert sind. Einige Zwischensequenzen können sich auch sehen lassen. Abgerundet wird das Ganze von einem ruhigen und passend unauffälligen Soundtrack.

Fazit

„Another Code: Two Memories“ bietet eine sympathische Heldin, einen interessanten Plot, spannende Rätsel und eine technisch einwandfreie Umsetzung. Leider ist das Spiel etwas kurz geraten, so dass man nach höchstens fünf Stunden durch ist. Dafür werden SpielerInnen aufgrund eines alternativen Endes zum wiederholten Spielen animiert. Im Großen und Ganzen ist das Spiel also empfehlenswert für Adventure-Fans – Vorfreude auf die Fortsetzung ist gegeben.


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