The Simpsons Game


„Trouble in Springfield“

Um den neu entfachten Hype um die Simpsons aufgrund des Kinofilms weiter in Profit umzumünzen, wurde 2007 das „The Simpsons Game“ von Electronic Arts („Need For Speed“, „The Sims“) auf die Welt losgelassen, und zwar für sämtliche Konsolen, die auf dem Markt zu finden waren. Darin entdeckt die gelbe Familie aus Springfield, dass sie nur Teil eines Videospiels ist – ein passender Rahmen für ein Simpsons-Spiel.

 

Für die SpielerInnen stehen alle Hauptmitglieder der Familie Simpson zur Auswahl, um die verschiedenen Missionen zu meistern. Die Charaktere sind mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet, so kann Bart etwa als Bartman auftreten, Homer ein Fettball werden und Lisa mit Buddha kommunizieren. In den Missionen müssen Sprungpassagen bewältigt, Rätsel gelöst und auch Gegner aus dem Weg geräumt werden.

 

Zwischen den Missionen kann Springfield erkundet werden. Während die Missionen auch im Multiplayer-Modus spielbar sind, muss man in Springfield alleine auf die Suche gehen, was, wenn man zu zweit spielt, relativ nervig ist, da man immer nach Springfield zurück muss. Dadurch ist der zweite Spieler gelangweilt, was zu einem Motivationssturz führen kann. Eigentlich unbegreiflich, warum hier auf eine Coop-Funktion verzichtet wurde.

Der Humor ist so eine Sache. Während einige Parodien – vor allem der Videospielwelt – durchaus zünden, wobei Kenntnisse von Videospielklassikern und der Branche allgemein notwendig sind, ist auf der anderen Seite die Laune nahezu im Keller, wenn ein Charakter den Mund aufmacht. Die Witze – speziell in der deutschen Version – sind langweilig, wirken uninspiriert und sind eher peinlich als spaßig. Vergleichbar mit den neueren Staffeln der Serie oder dem Kinofilm selbst.

 

Grafisch kann man dem Spiel von der Umgebung her wenig vorwerfen und auch präsentiert es sich allgemein in erwartungsgemäßer Hochglanzoptik. Die Charaktere hingegen präsentieren sich oftmals in einer kaum zu beschreibenden Hässlichkeit, vor allem den zahlreichen Nebencharakteren wurde kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die Zwischensequenzen hingegen präsentieren sich im Stile einer Simpsons-Episode durchaus solide.

 

Die Steuerung geht gut von der Hand, vor allem bei Charakteren, die nicht allzu viel zu bieten haben, wie etwa Marge. Bei Charakteren mit mehr Fähigkeiten wie Homer ist das Ganze etwas unübersichtlich und da man dauernd die Charaktere wechselt, spielt man sich nie wirklich ein, was aber auch nicht notwendig ist, um die großteils sehr einfachen Levels zu meistern. Musikalisch greift man auf bekannte Melodien aus der Serie zurück, die gut auf die Konsole übertragen wurden.

Fazit

„The Simpsons Game“ ist ein repräsentatives Werk für die letzten Ergüsse aus der Simpsons-Welt. Jedoch hat das Spiel den letzten Staffeln und auch dem Film eines voraus: Zumindest für den einmaligen Gebrauch ist das Ganze doch konsumierbar. Die Spielzeit beläuft sich auf knappe zehn Stunden, welche im Multiplayer-Modus schnell abgespielt sind. Im Endeffekt ist das Spiel ganz nett, um selbst Teil der gelben Welt von Fox zu sein, bietet im Kern aber keine Überraschungen oder Höhenflüge. Lediglich für Hardcore-Fans zu empfehlen.


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