Sonic und der Schwarze Ritter


„Sonic gegen die Ritter der Tafelrunde“

Nachdem Sonic im Jahr 2007 in die Geschichten um Tausendundeine Nacht eingetaucht war, landet er nun in der direkten Fortsetzung von „Sonic und die geheimen Ringe“ in der Artussage. In „Sonic und der Schwarze Ritter“ für Nintendo Wii gilt es nun, den bösartigen König Artus und seine Ritter der Tafelrunde zu besiegen. Sonic wird von Merlina begleitet, die Enkelin des legendären Zauberers Merlin, und bekommt Unterstützung durch das mächtige Schwert Caliburn.

 

SpielerInnen übernehmen die Kontrolle über Sonic, der durch verschiedene Missionen beweisen muss, dass er ein würdiger Ritter ist. Zu den Missionen zählen unter anderem Rennen gegen die Zeit, die Rettung der hilflosen Dorfbewohner, das Erreichen eines Ziels oder das Besiegen eines Bosses. Typisch für Sonic gilt es, in einem angemessenen Tempo durch die abwechslungsreichen Landschaften zu laufen. Zum klassischen Gameplay des Laufes und Springens harmoniert überraschend gut die Handhabung des Schwertes.

 

Die Steuerung funktioniert großteils sehr gut, was vor allem gegenüber der furchtbaren Steuerung des Vorgängers eine enorme Steigerung darstellt. So nimmt man nun den Nunchuk auch zur Hilfe, mit dem man Sonic steuert und den Blockbefehl gibt. Mit dem Wiimote springt man mit A, während man mit B die Zeitlupe aktiviert, um präzisere Schläge auszuführen. Sein Schwert schwingt Sonic durch Schütteln der Wiimote, was manchmal zu empfindlich abgestimmt ist, denn auch durch leichte Bewegungen legt Sonic sofort los.

Der Schwierigkeitsgrad ist fair gehalten, so dass nahezu alle Missionen nach wenigen Versuchen gemeistert werden können. Etwas Frust mischt sich aber auch in das Spiel, so ist der Zwischengegner König Artus ein verdammt harter Brocken oder eine Mission bei einem Lavafluss stellt sich als wiederholende Todesfalle heraus. Rückblickend war es aber dann doch gut, dass es solche Stellen gab, denn sonst wäre der Story-Modus noch kürzer geraten, als er ohnehin schon ist – die Spielzeit liegt bei nur vier Stunden.

 

Grafisch präsentiert sich der Titel auf gutem Niveau, ohne jedoch die Qualität von Referenztitel wie „Super Mario Galaxy“ zu erreichen. Vor allem die Umgebungen und die Zwischensequenzen können sich sehen lassen. Auch die Musik kann sich hören lassen mit rockigem Sound und mitreißenden Beats. Zum Vergessen ist hingegen der Multiplayer-Modus, denn während der Vorgänger einen netten „Mario Party“-Abklatsch präsentierte, werden hier nur ein paar mittelmäßige Minispiele geboten.

Fazit

„Sonic und der Schwarze Ritter“ präsentiert wie schon der Vorgänger „Sonic und die geheimen Ringe“ ein unterhaltsames Spielprinzip sowie eine interessante Geschichte mit einer überraschenden Wendung. Besser als beim Vorgänger ist vor allem die gelungene Steuerung, während die kurze Spielzeit und der Multiplayer-Modus negativ auffallen. Fans des blauen Igels werden ihren Spaß haben, der kurzlebige Literatur-Ableger wird aber alles in allem als absolut durchschnittliches Experiment ohne viel Ruhm und Ehre in die Sonic-Geschichte eingehen.


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