Death Jr.: Root of Evil


„Der etwas andere kleine Tod“

Die Abenteuer des Sohns vom Sensenmann bescherten dem Entwicklerstudio Backbone Entertainment („Sonic Rivals“, „Monster Lab“) um das Jahr 2005 Erfolge auf den gängigen Handhelden PSP und Nintendo DS. Im Jahr 2008 wagte Death Jr. schlussendlich den Sprung auf eine Heimkonsole: Die Wahl fiel auf die Wii. „Root of Evil“ ist dabei aber kein komplett neues Spiel, sondern eine erweiterte und angepasste Version des zweiten PSP-Abenteuers.

 

Death Jr. und seine Freundin Pandora sind auf der Suche nach einem Projekt für den Biologieunterricht. Sie stoßen auf einen gigantisches Kokon und befreien so unabsichtlich die bösartige Furi, die es auch schafft, den Tod selbst zu besiegen. Death Jr. will seinen Vater retten und macht sich zusammen mit seinen Freunden Pandora, Smith and Weston, The Seep, Stigmartha und Dead Guppy auf den Weg, eine Katastrophe zu verhindern.

 

Das Spiel präsentiert sich als gelungene Mischung aus Beat ’em up und Jump ’n’ Run, denn die Balance aus Kämpfen und Sprung- und Geschicklichkeitspassagen ist mehr als gelungen. Aus der Third-Person-View gilt es, entweder mit DJ – kurz für Death Jr. – oder Pandora, sich durch Gegnerhorden zu kämpfen und verschiedene Passagen zu meistern. Abgerundet wird das Spiel von ein paar Bosskämpfen, die durchaus sehenswert sind. Wenn man will, kann man das Abenteuer auch dank Splitscreen im Multiplayer erleben, was den Spaßfaktor ordentlich in die Höhe schraubt.

Bei ihrem Kampf gegen eine Vielzahl an skurrilen Gegnern steht DJ und Pandora ein sehenswertes Waffenarsenal zur Verfügung. Neben ihren Schlagwaffen – DJ ist standesgemäß mit einer Sense ausgestattet, während Pandora eine Art Peitsche verwendet – haben die HeldInnen nämlich auch eine Vorliebe für Schussfeuerwaffen und das Repertoire reicht von Pistolen über Maschinengewehre bis hin zu Schrottflinten oder Raketenwerfer. Die Waffen bekommen durch ihre comichafte Darstellung noch eine angenehm persönliche Note und können durch Upgrades effektiver gestaltet werden.

 

Was das Spiel von vergleichbaren Titeln abhebt, ist der äußerst gelungene Humor, denn die wundersame Welt von DJ und Pandora ist ein skurriles Kabinett voller Überraschungen. Nicht nur sorgen die sympathischen Figuren für durchwegs gute Laune aufgrund ihrer eigenwilligen Art, sondern auch in den Levels oder bei den Gegnern ist das Gespür für Humor der MacherInnen bemerkbar, so dass „Death Jr.: Root of Evil“ einen sehr runden Eindruck macht. Sehr zufriedenstellend wurde das Ganze übrigens auf die Wii portiert, so dass weder bei der Grafik noch beim Sound etwas zu bemängeln wäre.

 

Die Steuerung hingegen ist nicht ganz optimal gelungen. Über den Nunchuk bewegt man sich zwar problemlos, leider macht die Kamera aber nicht immer den besten Eindruck – ein Klick genügt jedoch zum Nachjustieren. Schlagangriffe laufen auch ohne Probleme ab, genauso wie die Sprünge. Probleme gibt es mit den Schussfeuerwaffen, denn dafür muss mit dem WiiMote auf den Bildschirm gezielt werden, was oftmals zögerlich erkannt wird.

Fazit

„Death Jr.: Root of Evil“ bereitet zu zweit in Verbindung mit dem gelungenen Humor eine Menge Spaß und unterhält für einige Stunden. Alleine sinkt der Unterhaltungsfaktor sicherlich ordentlich, ganz spaßig für zwischendurch bleibt das Spiel aber allemal. Die Grafik ist gelungen, die Kamera macht allerdings vereinzelt Probleme und die Steuerung könnte auch etwas besser sein. Zusammenfassend kann man dem Spiel eine Chance geben, wenn man gerne zu zweit auf der Wii spielt – egal ob Jung oder Alt.


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