Terminator Salvation


„Terminated without Salvation“

Es war einmal selbstverständlich, dass nahezu jeder Kinoblockbuster auch eine Videospielumsetzung spendiert bekam – zu dieser Zeit kam der vierte „Terminator“-Film in die Kinos. Als Entwickler zeichnete sich das erfolgreiche Studio GRIN („Bionic Commando“, „Wanted: Weapons of Fate“) verantwortlich. Die Geschichte dreht sich um die Entwicklung von John Connor zum legendären Anführer der Rebellion und spielt entsprechend eigentlich vor dem titelgebenden Film – leicht verwirrend.

 

Das Spiel ist ein Third-Person-Shooter und so übernimmt man die Kontrolle über John Connor, der sich eben durch die Levels schießt. Damit wäre das ganze Spiel schon erklärt, denn eintöniges Schießen ist das, was geboten wird. Zwar ist man hier und da auch in Fahrzeugen unterwegs, an der Tatsache, dass man dabei nur schießen kann, ändert dies aber nichts. Der einzige Hoffnungsschimmer ist der Coop-Modus, denn zu zweit kann sogar die schlimmste Eintönigkeit unterhaltsam sein.

Grafisch ist das Spiel auf solidem Niveau, ohne dabei erwartungsgemäß an Referenztitel der Generation heranzukommen. Die Charaktere können sich durchaus sehen lassen und auch die Umgebung kann überzeugen – aufgrund der Thematik muss sie aber auch nicht glänzen. Unnatürlich wirken aber einige Bewegungen, seien es die hektischen Personen, seltsam abstürzende Feinde oder unnatürlich fliegende Granaten. Neben der Eintönigkeit im Spielprinzip gibt es dasselbe Problem bei den Gegnern, denn es gibt höchstens eine Handvoll Feinde, die sich dann wiederholen. Auch ein wenig mehr Waffen hätten nicht geschadet.

 

Die Steuerung ist bestenfalls als solide zu bezeichnen. Zum Zielen schaut man über die Schulter des Helden, außerdem kann man Deckung suchen und aus dieser blind schießen. Allgemein erinnert das Gameplay stark an Titel wie „Gears of War“ oder „Army of Two“, ohne jedoch die Dynamik oder Genauigkeit dieser Spiele zu erreichen. Zu den erwähnten Mängel gesellt sich noch, dass das Spiel eine extrem niedrige Spielzeit von knapp drei Stunden aufweist. Überzeugen kann dafür der Soundtrack, auch wenn die typischen Franchise-Melodien etwas überstrapaziert werden.

Fazit

„Terminator Salvation“ fühlt sich wie ein Schnellschuss an, der einfach aufgrund des Kinofilms ein wenig Geld in die Kasse spülen sollte. Obwohl das Spiel technisch ohne größere Mängel auskommt, ist das Ganze einfach zu eintönig und kurz, um überzeugen zu können. Für eine Coop-Partie – und wirklich nur eine – ist das Spiel in Ordnung … you won‘t come back!


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