Super Mario Land 2: 6 Golden Coins


„Landlord Mario expandiert am Land“

„Super Mario Land 2“ ist die erste Fortsetzung der „Land“-Reihe von Super Mario. Das Spiel entstand im Jahr 1992 für Nintendos Game Boy und obwohl es keine Prinzessin Peach zu retten und keinen Bowser zu besiegen gibt, zählt dieses Spiel zu den stärksten Abenteuern in Marios Handheldgeschichte. Das Spiel dreht sich, wie es der Name schon erahnen lässt, um sechs Münzen, die gefunden werden müssen, damit Mario in sein Schloss eindringen und es von seinem Feind Wario zurückerobern kann.

 

Als SpielerIn findet man sich auf einer Karte wieder, von der aus eine der sechs Welten frei ausgewählt werden kann. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei bei allen Welten auf ähnlichem Niveau und für ExpertInnen sowieso keine größere Herausforderung. Jede der Welten – genannt Macro, Space, Tree, Turtle, Mario und Pumpkin – ist in mehrere Levels aufgeteilt, die es in typischer Jump‘n‘Run-Manier zu lösen gilt. Am Ende jeder Welt trifft man auf einen Endgegner wie eine Krähe, die drei kleinen Schweinchen oder Tatanga aus „Super Mario Land“, die immer mit drei gezielten Sprünge auf den Kopf ausgeschaltet werden und als Belohnung eine der Münzen ausspucken.

Hat man einmal die sechs Münzen, kann man in das Schloss vordringen, wo sich der Schwierigkeitsgrad verhältnismäßig enorm steigert. Waren die andere Levels eher kürzer und stets mit Checkpoints versehen, ist das Schloss ein einziges, langes Level. Mit etwas Geduld und Geschicklichkeit kommt man aber auch ganz gut durch, dazwischen sind einige Zwischengegner zu besiegen, bevor Endgegner Wario wartet. Dieser ist eine etwas größere Kopie von Mario und greift deswegen auch auf dieselbe Art und Weise an – in drei verschiedene Phasen.

 

Mario kann sich mit verschiedenen Items einige Fähigkeiten aneignen, die ihn auch standhafter gegenüber Verletzungen machen. Zu Beginn ist man eine kleine Version von Mario, die mit einem Schlag ein Leben verliert. Mit einem Pilz wird man zum großen Mario und hält einen Schlag mehr aus. Ist man als Flieger oder Feuerwerfer ausgestattet, hält man wiederum einen weiteren Schlag aus. Der Schwierigkeitsgrad hält sich wie erwähnt stark in Grenzen, geübte SpielerInnen werde nach knapp einer Stunde mit dem Spiel durch sein, für weniger geübte Fans ist es aber durchaus ein längeres Vergnügen. Erleichtert wird das Spiel durch die unzähligen Möglichkeiten, an neue Leben zu kommen. Zu erwähnen wäre sicherlich noch die automatische Speicherfunktion, die nach jedem erledigtem Level in Aktion tritt.

 

Die Steuerung ist sehr gut gelungen, alles geht natürlich von der Hand, man kann Sprünge gut timen und auch mit den Spezialfähigkeiten sofort perfekt umgehen. Die Grafik ist ebenfalls auf der Höhe der Zeit, die Charaktere wie Mario selbst oder die Gegner kommen sehr gut zur Geltung, das Leveldesign ist stets interessant und abwechslungsreich, einzig die Hintergründe hätten einen Feinschliff vertragen, ist aber nur Nebensache. Die Musik ist wie bei vielen Game Boy Spielen begrenzt, jedes Level erhält aber eine charakteristische Melodie, die sich immer wiederholt. Diese sind abwechslungsreich gestaltet und auch sind die Levels nie besonders lang, so dass die stetigen Wiederholungen negativ ins Gewicht fallen.

Fazit

Ein kleines Meisterwerk von Klempner Mario – dieses Mal für den Game Boy. Gameplay ist perfekt und Grafik sowie Sound bringen den Game Boy zu Bestleistungen. Das Spiel ist eventuell zu leicht bzw. kurz, dafür kann man es aber immer wieder spielen. Geeignet für alle, die etwas mit dem Genre anfangen können. Mit „Super Mario Land“ hat das Spiel allerdings nicht viel gemein, sollte es jemand darauf abgesehen haben. Die Fortsetzung ist aber ohnehin das deutliche bessere Abenteuer.


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