Star Trek: Voyager – Elite Force


„Set your phasers to fun!“

Das Studio Raven Software („Wolfenstein“) veröffentlichte im Jahr 2000 das Spiel „Elite Force“ aus dem „Star Trek“-Universum basierend auf die Serie „Voyager“, die zwischen 1995 und 2001 ausgestrahlt wurde. Als Mitglied der Spezialeinheit der Voyager, genannt „The Hazard Team“, müssen SpielerInnen herausfinden, was die mysteriöse Forge ist und warum sie die Voyager gefangen hält.

 

In typischer Ego-Shooter-Manier gilt es, sich durch eine überraschend interessante und spannende Geschichte zu schießen. Damit etwas Abwechslung reinkommt, gibt es auch einige Sprungpassagen und Rätsel, die sich dem Gesamtbild anpassen und kein Tempo aus dem Spiel nehmen. Die Spezialeinheit bekommt es mit zahlreichen Rassen aus dem „Star Trek“-Universum zu tun und hat insgesamt acht Missionen zu bestehen.

 

Zwischen den Missionen, bei denen mal ein Klingonenschiff ausgeraubt und mal ein Handel mit den Borg eingegangen werden muss, kommt man immer wieder zur Voyager zurück. Diese kleineren Ruhephasen tun dem Spiel ganz gut und verhindern auch Eintönigkeit. Der Schwierigkeitsgrad kann in vier Stufen eingestellt werden, vereinfacht wird das Ganze durch die immer vorhandene Speichermöglichkeit.

Die Grafik basiert auf die „Quake III Arena“-Engine und präsentiert sich für ein Spiel aus dem Jahr 2000 zeitgemäß. Überzeugen kann vor allem die Umgebung, so ist die Voyager treu nachgebildet und die Levels präsentieren sich in einem düsteren Gewand. Auch die Charaktere können punkten, so dass sie den Vorlagen aus der Serie in etwa gleichen. Leider stören etwas die unnatürlichen Bewegungsabläufe vereinzelt. Deutlich besser präsentieren sich die Zwischensequenzen, die etwas Filmflair aufkommen lassen.

 

Die Musik präsentiert sich großteils sehr ruhig und zurückhaltend, ist aber passend gewählt, denn so kann sich die natürliche Geräuschkulisse besser entwickeln. Lobenswert ist sicherlich auch die Sprachausgabe, die mit den bekannten SchauspielerInnen bzw. SprecherInnen aus der Serie punkten kann. Die Steuerung präsentiert sich recht ungewöhnlich, so sind wichtige Befehle wie Ducken oder Springen auf L1 und L2 zu finden, während einige unnötige Einstellungen die Haupttasten in Anspruch nehmen. Aufgrund der Steuerung sollte man also eher zur PC-Version greifen, die außerdem noch ein ruckelfreies Vergnügen garantiert, was die PS2-Version bei starkem Gegneraufkommen nicht gewährleisten kann.

Fazit

„Star Trek: Voyager – Elite Force“ ist eine positive Ausnahmeerscheinung unter den Spielen aus dem „Star Trek“-Universum. Einziges Manko ist die relativ kurze Spielzeit von knapp acht Stunden, dafür wird man aber durchgehend bei Laune gehalten und mit einer interessanten Story und haufenweise „Star Trek“-Flair belohnt. Die PC-Version ist empfehlenswerter als das Gegenstück auf Konsole.


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