Professor Layton und die verlorene Zukunft


„Even a puzzle like time travel has an answer!“

Nachdem Professor Layton im Jahr 2007 mit seinem Abenteuer im geheimnisvollen Dorf und der Suche nach der Schatulle der Pandora eine Menge Rätselfans zu VideospielerInnen gemacht hatte, war die Fangemeinschaft gespannt auf den Abschluss der – ersten – Trilogie. Lange dauerte die Wartezeit auf „Professor Layton und die verlorene Zukunft“ nicht, von einer Sättigung aufgrund des kurzen Veröffentlichungsintervalls konnte aber auch keine Rede sein, denn der dritte Teil der Reihe verkaufte sich knapp zwei Millionen Mal und wurde somit ein weiterer Erfolg für das Entwicklerstudio Level-5 („Ni no Kuni“).

 

Professor Layton und sein Assistent Luke Triton sind in Aufruhr, denn vor wenigen Tagen verschwand bei der Demonstration der Zeitmaschine von Dr. Alain Stahngun der Premierminister Bill Hawks und nun bekommt das rätselwütige Duo auch noch eine mysteriöse Nachricht von Luke selbst aus der Zukunft. Dieser erzählt, dass das London der Zukunft unter der Tyrannei von Professor Layton (!) leidet und nur der Professor selbst sein Gegenstück aus der Zukunft aufhalten kann – ein Abenteuer jenseits ihrer Vorstellungskraft beginnt.

Nachdem sich „Professor Layton und die Schatulle der Pandora“ trotz schicker Story und kleinerer Neuerungen etwas wie ein Aufguss des Erstlings angefühlt hat, bekommt „Professor Layton und die verlorene Zeit“ eine kleinere Generalüberholung verpasst. Dies sieht man vor allem an der Präsentation, so wirkt alles etwas frischer und dynamischer – ein Verdienst des abwechslungsreicheren Soundtracks und der farbenfrohen sowie durch 32 Minuten an sehenswerten Zwischensequenzen unterstützten Optik. Dazu kommen Adventure-Fans wie noch nie zuvor in der Reihe auf ihre Kosten, denn nicht nur ist der Zeitreiseplot spannend, sondern liefert auch bekannte Gesichter, neue Hintergründe sowie allgemein ein stärkeres Gefühl der Welt um Layton und Luke.

 

Neben diesem frischen Wind ist in vielen Bereichen das klassische Steigerungsprinzip auszumachen, so gibt es 165 Rätsel, die darüber hinaus besser in die Handlung eingebettet wurden, und die Location ist mit dem London der Gegenwart und der Zukunft riesig, so dass es auch mehr zu entdecken gibt. Wie in jeder neuen Ausgabe gibt es auch neue Minispiele, die wieder einmal sehr gelungen sind, so gilt es, einen Papagei und ein Auto auf äußerst verschiedene Arten zum Ziel zu führen und ein Bilderbuch zu vervollständigen, wodurch Abwechslung geboten wird. Wo man es für meinen Geschmack einen Tick übertrieben hat, ist bei den Hinweismünzen. Nicht nur gibt es diese in Hülle und Fülle, sondern gar auf die Spitze getrieben wird das Prinzip mit Superhinweise, die das Rätsel quasi einfach lösen – ein gefährliches Spiel, eine einfache Abkürzung so problemlos greifbar zu machen.

Fazit

„Professor Layton und die verlorene Zukunft“ ist der bis dahin beste Teil der Reihe, denn neben einer kleinen Generalüberholung und noch mehr Rätsel als je zuvor kommen auch reine Adventure-Fans wirklich zur Geltung. Diesen Umstand verdankt das Spiel dem spannenden Plot, der mit einigen Wendungen aufwarten kann und auch den Menschen Hershel Layton in den Mittelpunkt stellt. Daneben bietet das Spiel wie eh und je eine schicke Grafik, einen passenden Soundtrack sowie neue Minispiele und Extras, die das Gesamtpaket positiv abrunden. Und obwohl es sich um das Ende einer Trilogie handelt, gibt es keinen Grund zur Sorge, denn auch Teil drei der Reihe endet mit einem verheißungsvollen „Fortsetzung folgt“ ...


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