Super Mario Land


„Mario in Game Boy Land“

Als Nintendo („Metroid“, „The Legend Of Zelda“) im Jahr 1989 den Game Boy veröffentlichte, war davon auszugehen, dass das Maskottchen Mario auch nicht lange auf sich warten lassen würde. „Super Mario Land“ erschien schlussendlich zum Start des Handhelden und wurde mit 18 Millionen verkauften Einheiten zum erwarteten Hit, ist aber heute eines der seltsameren Abenteuer von Mario.

 

Als SpielerIn übernimmt man wie gewohnt die Rolle des Superstar-Klempners und muss diesen in typischer Jump ’n’ Run-Manier durch vier Welten zu je drei Levels führen, die jeweils in einem Kampf gegen einen Boss münden. Dabei ist Mario nicht immer zu Fuß unterwegs, sondern hat auch mal ein U-Boot oder ein Flugzeug zur Verfügung, was etwas Abwechslung bringt. Ansonsten gilt es wie gewohnt, Gegnern auf den Kopf zu springen und Sprungpassagen zu meistern.

 

Dabei präsentiert sich das Spiel vereinzelt als Kopie der „Super Mario Bros.“-Reihe, die im Jahr davor noch mit „Super Mario Bros. 3“ ihren Höhepunkt hatte. Zwar gibt es vereinzelte Unterschiede, wie eigenwillige Gegner, Bonuslevel oder Protagonisten – statt Bowser oder Peach sind Tatanga und Daisy mit von der Partie – sowie auch der Hardware geschuldete Einbußen, dennoch bleibt es die Umsetzung des Erfolgsrezept für den kleinen Spielejungen.

Der Schwierigkeitsgrad ist fair gehalten, vor allem, da nach jedem Level eine Bonus-Stage besucht werden kann, bei der zahlreiche Leben zu gewinnen sind. Erfahrene SpielerInnen sollte also keine allzu große Probleme haben, das Spiel in knapp 30 Minuten durchzuspielen. Da eine Speicherfunktion fehlt und das Spiel so stets am Stück durchgespielt werden muss, ist es nicht unbedingt das perfekte Spiel, wenn man ein paar freie Minuten hat. Sind es ein paar Minuten mehr, macht ein rascher Durchgang aber doch Laune.

 

Grafisch präsentiert sich das Spiel auf gutem Niveau, vor allem die schönen Hintergründe wissen zu überzeugen. Leider etwas zu hell sind die Gegner oft geraten, so dass sie bei nicht optimaler Beleuchtung spät erkannt werden. Der Soundtrack ist gewohnt überragend, so treiben fröhliche und mitreißende Melodien SpielerInnen an, ohne dabei wiederholend zu wirken.

Fazit

„Super Mario Land“ ist ein guter Einstand von Mario auf dem Game Boy, kann aber die Qualität anderer Abenteuer des Klempners nicht erreichen. Das Spiel scheint nämlich mehr ein solider Abklatsch von „Super Mario Bros.“ zu sein als ein eigenständiges Werk – bis auf vereinzelte Wildheiten. Für Fans von Mario ist das Spiel Pflicht und um es einmal alle paar Jahre durchzuspielen, ist es auch sehr spaßig ... der große Wurf für Game Boy sollte aber erst mit der Fortsetzung gelingen.


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