Geheimakte Tunguska


„The T-Files“

Nachdem das Point-and-Click-Adventure „Geheimakte Tunguska“ schon im Jahr 2006 für den PC auf sich Aufmerksam gemacht hatte, sollten ab dem Jahr 2008 weitere Veröffentlichung folgen. „Geheimakte Tunguska“ erschien zuerst für Nintendo DS und Wii, die sich für das Genre schon mehrfach als äußerst geeignet erwiesen haben. Das Spiel entstand aus der Zusammenarbeit der deutschen Entwicklerstudios Fusionsphere Systems und Animation Arts.

 

Die Handlung dreht sich um die junge Russin Nina Kalenkow, die in Berlin ihren Vater Vladimir besuchen will. Von diesem fehlt allerdings jede Spur und sein Büro sowie seine Wohnung sind offensichtlich durchwühlt worden. Zusammen mit Max Gruber, einem Kollegen ihres Vaters, macht sie sich auf die Suche. Das Verschwinden von Vladimir Kalenkow scheint in Zusammenhang mit dem Tunguska-Ereignis aus dem Jahr 1908 zu stehen, so dass auf Nina und Max eine lange Reise voller Geheimnisse wartet.

In der Rolle der charismatischen und schlagkräftigen Nina geht es in typischer Manier des Genres darum, Rätsel zu lösen, Gegenstände zu kombinieren und Personen zu treffen. Der durchaus gelungene Plot voller Mysterien und zwielichtiger Gestalten entführt auf eine Reise über den gesamten Globus – von Kuba über Berlin bis in die Antarktis.

 

Gesteuert wird das gesamte Spiel für Nintendo DS lediglich mit dem Stylus und die Steuerung macht großteils auch keine Probleme. Nur das Handling des Inventars hätte gelungener sein können. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm geraten, einige Rätsel sind durchaus fordern, Frust kommt aber nie wirklich auf. Die eingebaute Hilfe, die alle Gegenstände und Personen anzeigt, mit denen interagiert werden kann, erleichtert das Ganze noch zusätzlich.

 

Grafisch darf man natürlich aufgrund der begrenzten Fähigkeiten der Konsole nicht dieselbe Pracht wie auf Wii oder PC erwarten, das Leveldesign kann sich aber sehen lassen und auch die Charaktere sind gelungen. Einzig bei den Zwischensequenzen präsentieren sich die Bilder recht pixelig, was aber zu verkraften ist. Abgerundet wird das Gesamtbild durch einen stets passenden Soundtrack, der gut zu den Locations passt, und vereinzelt erfreut man sich auch an einer gelungenen Sprachausgabe.

Fazit

Freunde des Point-and-Click-Adventure-Genres werden sicherlich ihre Freude an „Geheimakte Tunguska“ haben, denn die interessante Handlung erweckt auf Anhieb Interesse und in die Haut der sympathischen Hauptfigur schlüpft man gerne. Zu bemängeln gibt es höchstens Kleinigkeiten. Das Spiel ist sicherlich kein Meisterwerk, macht aber auf jeden Fall Spaß und hat mit „Geheimakte 2: Puritas Cordis“ auch eine Fortsetzung zu bieten.


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