Damnation


„Trashnation“

Basierend auf einem Mod von „Unreal Tournament 2004“ entstand im Jahr 2009 mit „Damnation“ ein Third-Person-Shooter mit zahlreichen Sprung- und Kletterpassagen – wohl inspiriert durch „Prince of Persia“ – angesiedelt in einer Steampunk-Welt. Entwickelt wurde das Spiel vom Studio Blue Omega Entertainment, dessen Todesstoß das Spiel auch war.

 

Während die Kombination aus Shooter und Geschicklichkeit auf den ersten Blick durchaus interessant erscheint, kann das Spiel das Potential zu keinem Zeitpunkt nutzen. Die Sprung- und Kletterpassagen machen zwar durchaus Spaß dank oftmals offener Areale und verschiedener Möglichkeiten, sind aber im Laufe des überraschend langen Abenteuers ziemlich wiederholend.

Alle anderen Spielelemente versagen aber hingegen kläglich, denn die Shooter-Stellen machen alles andere als Spaß aufgrund scheinbar fast nicht vorhandener KI der Gegner und ungenauer Zielmöglichkeiten. Auch die Fahrten auf dem Motorrad sind nicht gelungen, da das Erkunden und Vorankommen zu keinem Zeitpunkt fordernd oder spannend ist. Oftmals sind diese Stellen auch sehr lang geraten und bieten außer Eintönigkeit wenig bis gar nichts.

 

Der Schwierigkeitsgrad ist zufriedenstellend, vor allem wenn man alleine unterwegs ist, denn der vom Computer gesteuerte Partner ist keine Hilfe. Im Coop-Modus ist das Ganze fast schon einen Tick zu leicht, denn PartnerInnen können sich aus jeder Entfernung wiederbeleben. Ein echtes Problem im Zweispieler-Modus ist die Kamera, da man im Splitscreen nicht immer optimal die Umgebung im Blick hat. Auch nervend sind die Motorradpassagen, da nur einem Spieler bzw. einer Spielerin der „Spaß“ vorbehalten bleibt.

 

Grafisch ist das Spiel auf den ersten Blick kompletter Durchschnitt mit ganz netten Umgebungen und 0815-Charakteren. Leider verbergen sich hinter der soliden Fassade zahlreiche Bugs, so passiert es nicht selten, dass man durch Mauern oder gar durch den Boden fliegt und sich im Nichts wiederfindet. Wenn man Glück hat, stirbt man dabei einfach, bei etwas Pech überlebt man gar und kann nur den letzten Speicherstand laden. Auch bleibt man oft genug an zwei unebenen Stellen hängen und kommt einfach nicht mehr weg, so dass auch nur ein Neustart die Rettung bedeutet. Auch ist die Grafik allgemein im ruhigen Zustand sehenswert, in Bewegung gibt es nämlich oft noch gewaltige Ruckler.

Fazit

„Damnation“ hatte vom Prinzip her durchaus Potential, leider wurde dies zu keinem Zeitpunkt genutzt und so scheitert das Spiel in fast allen Belangen kläglich. Die Grafik ist nur auf dem ersten Blick gut, zahlreiche Bugs stören gewaltig, das Spiel ruckelt oft, die Schießpassagen sind ungenießbar, die Motorradfahrten langweilig und die KI lässt gewaltig zu wünschen übrig. Einzig die Sprung- und Kletterpassagen machen eine Zeit lang Spaß. Mein Fazit lautet daher, dass das Spiel für eine Partie im Coop-Modus vielleicht ganz lustig ist – zumindest kann man gut darüber lachen … für die ersten paar Stunden.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0