Professor Layton und die Schatulle der Pandora


„Speaking of Pandora, that reminds me of this puzzle“

„Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ war auf Anhieb ein Riesenerfolg und da bereits am Ende des Spiels eine Fortsetzung angedeutet wurde, war es keine Überraschung, dass „Professor Layton und die Schatulle der Pandora“ als zweiter Teil der geplanten Trilogie erschien. Durchaus beachtenswert ist allerdings, dass zwischen der Veröffentlichung des Erstlings und der Fortsetzung kein Jahr verging. Aufgrund der kurzen Entwicklungszeit könnte man dazu verleitet werden, an einen Schnellschuss von Entwickler Level-5 („Ni no Kuni“, „Inazuma Eleven“) zu denken – eine Neuerfindung ist bei einem zweiten Teil aber auch nicht zwingend notwendig.

 

Im zweiten Abenteuer wird Layton durch seinen Mentor, Dr. Andrew Schrader, auf die mysteriöse Schatulle der Pandora aufmerksam gemacht, die mörderische Kräfte besitzt. Als Layton und sein Lehrling Luke daraufhin Dr. Schrader besuchen, finden sie diesen tot vor. Layton beschließt den Tod seines Mentors zu untersuchen und die einzige Spur ist eine Fahrkarte für den luxuriösen Molentary Express. Das Ziel ist die Phantomstadt Folsense, in der nicht nur die Schatulle ihren Ursprung haben soll, sondern auch ein gefährlicher Vampir leben soll.

Tatsächlich ist das Spiel dem Vorgänger treu geblieben, was aber auch nicht verwundert, war der Erstling doch ein Verkaufsschlager. Wie aber bei so vielen Fortsetzungen wird von allem einfach etwas mehr geboten und dazu gibt es immerhin an einer Hand abzählbare Neuerungen. Dieses alte Rezept für Fortsetzungen funktioniert auch im Fall von „Professor Layton und die Schatulle der Pandora“ einwandfrei. Neben den bereits bekannten Tugenden – eine gleichermaßen spannende wie mysteriöse Story, sympathische Charaktere sowie eine filmreife Anime-Inszenierung bei den Zwischensequenzen – gibt es nun 153 Rätsel, die wie im ersten Teil abwechslungsreich sind und darüber hinaus besser in die Handlung integriert wurden, mehr Lokalitäten, wodurch der Plot sich auch besser entfalten kann, sowie neue Nebenaktivitäten.

 

Neben dem bekannten Sammeln von Hinweismünzen kann man nun auch einen süßen Hamster durch Zusammenstellen eines Parcours in Form bringen, eine Kamera zusammenbauen und anschließend Bildervergleichsrätsel lösen, Hintergrundinformationen zur Handlung finden und mit verschiedenen Zutaten an Teemixturen experimentieren – wie geschaffen für den als englischen Sir auftretenden Professor Layton. Erstmals an Bord ist zudem eine deutsche Synchronisation und obwohl die SprecherInnen bemüht sind und einen rundum soliden Job machen, empfehle ich weiterhin den Griff zur englischen Version.

Fazit

Auch das zweite Abenteuer des rätselsüchtigen Professors, „Professor Layton und die Schatulle der Pandora“, überzeugt als gelungene Mischung aus Rätselsammlung und Adventure. Viel hat sich verständlicherweise im Vergleich zum Erstling nicht getan, dafür aber warten noch mehr Rätsel, der Hauptplot kann sich aufgrund mehrerer Locations prächtig entfalten und neue Nebenaktivitäten haben es auch ins Spiel geschafft. Diese Neuerungen bzw. Erweiterungen im Zusammenspiel mit den altbewährten Tugenden wie die filmreife Inszenierung der Zwischensequenzen und die sympathischen Charaktere ergeben ein unterhaltsames Spiel für Jung und Alt.


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