Chiki Chiki Boys


„Cheeky Cheeky Boys“

Das Spiel aus dem Jahre 1993 ist dem Genre Action-Platformer zuzuordnen und wurde von Capcom („Mega Man“, „Resident Evil“, „Devil May Cry“) für Sega Mega Drive entwickelt. Die Geschichte spielt im friedvollen Land von Alurea, welches von bösen Dämonen angegriffen und übernommen wird. Die Hoffnung liegt auf den Schultern der Chiki Chiki Boys – die Söhne des legendären King Chiki. Zuerst gilt es, den Zugang zur Festung der Dämonen zu finden, um sie schlussendlich zu besiegen und das Land von Alurea zu retten.

 

Vor Beginn des Spiels gilt es, einen der zwei namenlosen Helden auszuwählen. Während der Krieger in blauer Rüstung vor allem wegen seines Schwertkampfes punkten kann, ist sein Bruder in roter Rüstung eher auf Magie bedacht. Dadurch ist der Chiki Blue zwar stärker im Kampf, kann aber nur drei spezielle Zauberattacken tragen, während Chiki Red eben schwächer im Kampf ist, aber ganze fünf spezielle Zauberattacken tragen kann.

 

Der Spielverlauf ist bei beiden Charakteren gleich. Die Levels sind in drei verschiedene Arten aufgeteilt – man ist zu Fuß, in der Luft oder unter Wasser unterwegs. Es ändert sich nicht viel, nur eben in der Luft und unter Wasser gibt es keine Schwerkraft, die einen an die Erde bindet. Die ersten drei Levels im Spiel sind eine Art Einführung, während es erst in der Welt der Dämonen richtig zur Sache geht. Die Dämonenwelt besteht aus fünf Levels und wird mit dem finalen Kampf abgeschlossen.

Der Schwierigkeitsgrad ist fair gehalten, so werden AnfängerInnen zwar leichte Probleme haben, aber für geübte SpielerInnen sollte es kein Problem sein, das Spiel in knapp etwas über einer Stunde durchzuspielen. Leider ist keine Speichermöglichkeit im Spiel integriert, dafür gibt es aber nach jedem Level eine Einkaufsmöglichkeit, bei der man Spezialangriffe, Leben oder Continues kaufen kann. Außerdem kann man seine Waffen weiterentwickeln, damit sie effektiver werden – fast schon ein leichter Rollenspiel-Einfluss.

 

Das Gameplay und der Spielablauf sind genretypisch. Man geht, fliegt oder schwimmt durch eher kurze Levels, besiegt zwischendurch mit Schwert oder Magie Gegner und am Ende wartet ein Endgegner – teils skurrile Gestalten wie ein Dracula-Verschnitt, der aber unter seinem Umhang nur in Unterhose kämpft. Die Steuerung ist sehr gut gelungen und SpielerInnen kommen auf Anhieb gut mit den wenigen Tasten zurecht.

 

Das Design macht deutlich, dass das Spiel für ein jüngeres Publikum gemacht ist – alles erscheint in einem niedlichen Gewand und farbenfroh. Die Grafik unterstützt dies gut und ist für die Zeit zufriedenstellend, einzig bei den Hintergründen wäre sicherlich mehr drin gewesen. Die Musik passt ebenfalls dazu und präsentiert einen heroischen Sound, der sich von Level zu Level in einem anderen Stil präsentiert, ohne dabei große Vielfalt zu bieten.

Fazit

Die Chiki Chiki Boys bieten vom Design her einen auf Kinder ausgerichteten Platformer, der diese aber aufgrund des etwas erhöhten Schwierigkeitsgrads überfordern kann. Allgemein für Fans des Genres geeignet – ein für zwischendurch auf jeden Fall unterhaltsames Spiel. Grafik ist auf der Höhe der Mega Drive und auch die Musik passt gut zum Spiel.


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