Unsolved Crimes


„Krimi-Massenware für Genre-Fans“

Im Adventure „Unsolved Crimes“ darf man als junger Detektiv schon bald die ersten Mordfälle seiner Karriere lösen. Persönlich wird es, als die Schwester der Kollegin entführt wird und Ermittlungen abseits des Gesetzes unausweichlich werden. Das Spiel aus dem Hause Empire Interactive kann durchaus als solider Vertreter des Genres für Nintendo DS bezeichnet werden.

 

Das Spiel wartet mit acht Mordfällen auf, die im Normalfall je circa 30 bis 60 Minuten in Anspruch nehmen. Diese präsentieren sich abwechslungsreich und bieten von Liebesdramen bis Serienkillern alle klassischen Fälle einer Mordkommission. Dazwischen gibt es eher kurze, action-orientierte Levels – eine Verfolgungsjagd, eine Schießerei – und somit temporeichere Abwechslung.

Der Schwierigkeitsgrad ist fair gehalten und steigert sich wohltuend mit der Zeit. Sind die ersten Fälle sehr geradlinig und schnell durchschaut, warten später einige Wendungen. Mit etwas Aufmerksamkeit und Logik sind aber alle Fälle relativ gut lösbar, vereinzelt kann es aber doch zu Fehlern kommen aufgrund ungenau formulierter Fragestellungen – die stets verwendbare Speicherfunktion erleichtert das Ganze aber immens.

 

Solche Adventure-Spiele mit einem Point-and-Click-Mechanik sind wie geschaffen für den Nintendo DS, so dass nahezu alles mit dem Touchscreen durchzuführen ist: Beweise können gesucht, Dialoge geführt und Notizen angefertigt werden. Das Steuerkreuz kann dazu noch in den Tatorten zur Erkundung verwendet werden, ist aber nur eine Ergänzung zum Touchscreen, der eigentlich keinerlei Support benötigt.

 

Die Grafik präsentiert sich solide im realistischen Comic-Stil, was sehr gut zum Spiel passt. Vor allem das etwas klischeehaften Design der Charaktere und die Umgebungen wissen zu gefallen, allzu viel mehr war aber aus Nintendos Handheld nicht zu holen. Die Musik präsentiert sich sehr monoton – nahezu unauffällig – und kann auch mit keiner Sprachausgabe aufwarten.

Fazit

„Unsolved Crimes“ bietet einige Kriminalfälle für Zwischendurch. Der Schwierigkeitsgrad ist auf durchschaubarem Niveau, einzig einige ungenauen Fragestellungen sorgen für Verwirrung. Die technische Umsetzung präsentiert sich solide, ohne jedoch besonders aufzufallen. Als Lückenfüller für Genre-Fans durchaus brauchbar, nicht mehr und nicht weniger.


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