Left 4 Dead


„Gone 2 Kill 4 Fun“

„Left 4 Dead“ wurde erstmals im Jahr 2006 von den Turtle Rock Studios angekündigt, das Spiel wurde aber später unter der Fittich des Entwicklerstudios Valve Corporation veröffentlicht, da dieses die Turtle Rock Studios übernommen hatte. Vor der Übernahme arbeiteten beide Studios oftmals zusammen, so gehören sie zu den Hauptverantwortlichen für die legendäre „Counter-Strike“-Reihe.

 

Das Spiel präsentiert sich als Ego-Shooter und wirft SpielerInnen sofort in ein klassisches Zombie-Szenario. Im 4er-Team geht es nun ums nackte Überleben: Die Anstürme der Zombies müssen überstanden, die TeamkollegInnen versorgt, Waffen gefunden und eine Fluchtmöglichkeit ausgemacht werden. Dabei stehen die Anspannung sowie die Action im Mittelpunkt, während die Atmosphäre Genre-Standard ist und auf eine Story quasi verzichtet wurde.

Das Spiel kann entweder alleine, im Splitscreen oder online mit bis zu drei weiteren Personen gespielt werden. Im Multiplayer offenbart das Spiel auch seine Stärken, denn der Spaßfaktor ist bis heute kaum zu überbieten. Auch gibt es einen Versus-Modus für bis zu acht SpielerInnen, der vor allem dadurch zu überzeugen weiß, dass man auch in die Rolle der Infizierten schlüpfen kann. Spielt man grundsätzlich aber alleine, geht ein Großteil des Vergnügens flöten, da sich die KI der Kameraden stark in Grenzen hält.

 

Ein Manko ist allerdings, dass es etwas an Abwechslung fehlt: Zum einen gibt es nur vier Kampagnen, die großzügig gerechnet je eine Stunde in Anspruch nehmen, und zum anderen laufen alle nach demselben Muster ab. Auch fehlt es bei den Zombies und den Waffen an Vielfalt – eine weitere kleine Enttäuschung ist, dass das vermeintliche Highlight des Spiels schon in der ersten Kampagne zu finden ist. Um diese Schwächen hat sich aber später die Fortsetzung bzw. direkt die Modder-Szene gekümmert.

 

Das Spiel ist grafisch sicherlich kein Referenztitel mehr, das Gezeigte genügt aber vollkommen, da die Optik auch nie im Mittelpunkt stand. Während das Charakter- und Monsterdesign passend klischeehaft ausfällt, können die oftmals zerstörbaren Umgebungen aufgrund ihren tristen und simplen Präsentation punkten. Der Gewaltgrad ist angenehm hoch, so fließt ordentlich Blut und die Zombies können auseinander geschossen werden (eine entsprechend ungeschnittene Fassung vorausgesetzt).

Fazit

„Left 4 Dead“ ist im Multiplayer, sowohl „altmodisch“ über Splitscreen als auch online, eine Spaßgranate. Jedoch fehlt dem Ganzen etwas Abwechslung, so dass man aus dem sehr gelungenen Spielprinzip nicht das Optimale herausgeholt hat. Grafisch präsentiert sich der Titel gut und der ordentliche Gewaltgrad schraubt den Spaßfaktor noch einmal beachtlich in die Höhe. Der Titel ist zusammen mit der Fortsetzung selbst heute noch ein Referenztitel im Coop-Bereich und dank zahlreicher Mods gealtert wie ein edler Tropfen Zombie-Blut … oder so ähnlich.


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