Gain Ground


„All-In-Schach für Retro-, Fantasy- und SciFi-Fans“

Als Nostalgie- und Coop-Fan gibt es keinen Weg vorbei an die Sega Mega Drive. Neben klangvolle Namen wie „Golden Axe“, „Streets Of Rage“ oder „Battletoads“ gibt es aber auch etwas unbekanntere Perlen. Ein überragender Vertreter des Genres, der gerne mal unterschlagen wird, ist „Gain Ground“. Das Spiel aus dem Hause Sega („Sonic the Hedgehog“) erschien erstmals als Arcade-Spiel 1988, bevor es später auf verschiedene Konsolen übertragen wurde.

 

SpielerInnen beginnen das Abenteuer mit drei Helden und insgesamt 50 Level vor Augen, inklusive zahlreiche Endgegner. Die stetige Entwicklung im Spiel kommt dabei einer Zeitraffer durch die Fantasy-Weltgeschichte gleich, denn während man es zu Beginn nur mit Gegnern mit Pfeil und Bogen zu tun hat, sind diese später auch mit Laser oder gar Fahrzeugen unterwegs. So ähnlich entwickelt sich auch das Setting, welches vom Mittelalter bis zur Zukunft reicht und viel Abwechslung bietet.

 

Aus der Vogelperspektive ist es nun das Ziel, entweder mit allen seinen Charakteren das Ziel zu durchqueren oder alle Feinde zu eliminieren. Gesteuert wird dabei eine Heldin bzw. einen Helden nach dem anderen und in den Levels gibt es immer wieder neue Figuren zu finden, um die private Armee aufzustocken. Stirbt einmal eine Figur, kann eine nachkommende Figur diese retten, indem diese bis zum Ziel eskortiert wird. Stirbt allerdings die Eskorte auch, ist die Figur verloren, aber einige Verluste lassen sich im Laufe des Spiels locker verkraften – „kein Mann wird zurückgelassen“ gilt also nicht unbedingt.

Insgesamt gibt es 20 spielbare Charaktere, die mit verschiedenen Fähigkeiten, Schwächen und Stärken für einen abwechslungsreichen Spielverlauf sorgen. So ist der Raketenwerfer mit seinen Treffern verheerend, dafür ist er aber die langsamste Figur überhaupt. Auf der anderen Seite ist die schnellste Figur ein Speerwerfer, der dann aber nahezu keine Reichweite bei seinen Angriffen hat. Dank dieser Fähigkeiten erfordert das Spiel zur Bewältigung der Missionen in gewisser Weise ein taktisches Vorgehen, was sich vor allem zu zweit gut bewerkstelligen lässt.

 

Der Schwierigkeitsgrad ist bei überlegtem Vorgehen fair gehalten und steigert sich mit der Zeit passend, einzig der absolute Endgegner stellt sich als reines Himmelfahrtskommando heraus, bei den man so viele Figuren wie möglich auf seiner Seite haben sollte. Die Steuerung präsentiert sich leicht, braucht man neben dem Steuerkreuz doch nur die zwei Tasten der Attacken – jede Figur hat zwei verschiedene Arten von Attacken. Grafisch präsentiert sich das Spiel auf gutem Niveau in Anbetracht des Alters und auch der Soundtrack kann sich mit eingängigen Melodien hören lassen.

Fazit

„Gain Ground“ ist sowohl im Einzelspieler- als auch im Multiplayermodus ein überragendes Spiel mit abwechslungsreichen Gameplay, hohem Unterhaltungswert bei einer Spielzeit von knapp zwei Stunden und einer technisch einwandfreien Umsetzung. Durch die Veröffentlichung in verschiedenen Compilations und Online-Stores sollte einem taktisch-spaßigen Coop-Nachmittag nichts im Weg stehen.


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