Hotel Dusk: Room 215


„Game Noir“

Der Entwickler Cing („Another Code“, „Little King’s Story“) spendete der erwachsenen Spielergemeinschaft des Nintendo DS 2007 mit „Hotel Dusk: Room 215“ ein Graphic Adventure-Spiel, welches sich sehen lassen kann. Die düstere Krimigeschichte ist im Jahr 1979 angesiedelt und hat mit Kyle Hyde einen ehemaligen Cop als Protagonisten, der als Vertreter im Hotel Dusk landet. Hyde ist aber in Wirklichkeit noch auf der Suche nach seinem ehemaligen Partner und Freund, der ihn vor Jahren aus heiterem Himmel verraten hat.

 

Nun schlüpft man in die Haut von Hyde, der das Hotel und seine Gäste unter die Lupe nimmt, um eine Spur zu seinem eigentlichen Ziel zu finden. Im Laufe der zehn Kapitel lüftet sich die Geschichte nur langsam, so dass es stets spannend und interessant bleibt. Während man die meiste Zeit durch das Hotel wandert und sich mit Personen unterhält, gibt es zwischendurch immer wieder Minispiele zu lösen und Objekte zu finden. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm, so dass sich mit etwas Aufmerksamkeit locker ein Game Over verhindern lässt und ein flüssiges Voranschreiten gewährleistet sein sollte.

mehr lesen 0 Kommentare

Splinter Cell


„Drei leuchtende Punkte aus der Dunkelheit“

Nachdem Konami („Silent Hill“, „Castlevania“) im Jahr 2001 mit „Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty“ den bis dahin erfolgreichsten Vertreter des Stealth-Genres erschaffen hatte, wollten auch andere Studios vom Hype profitieren. Ubisoft („Prince of Persia“, „Rayman“) warf im Jahr 2002 mit „Splinter Cell“ ein ganz heißes Eisen ins Rennen, so war das Spiel der Startschuss einer Erfolgsgeschichte mit mehreren Fortsetzungen und Umsetzungen für nahezu allen gängigen Konsolen.

 

Sam Fisher kehrt aus dem Ruhestand zurück, um für die amerikanische Geheimorganisation „Third Echelon“ in Georgien zwei verschwundene CIA-Agenten zu finden. Fisher kommt dort einem Komplott des georgischen Präsidenten Kombayn Nikoladze auf die Spur und kann diesen vorerst auch vereiteln. Nikoladze taucht aber unter und startet einen persönlichen Krieg gegen die Vereinigten Staaten von Amerika, der in einem Weltkrieg münden könnte.

 

Man übernimmt dabei aus der Third-Person-Perspektive die Rolle von Sam Fisher und muss in erster Linie unentdeckt durch die verschiedenen Levels schleichen. Dazwischen gilt es, Kletterpassagen zu bewältigen, Verhöre vorzunehmen und vereinzelt auch ein paar Schießereien zu überstehen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei eindeutig auf das Schleichen, so dass die Dunkelheit zur besten Freundin wird.

mehr lesen 0 Kommentare

Professor Layton und der Ruf des Phantoms


„Episode I: Startschuss zur neuen Trilogie“

Was macht man, wenn eine als Trilogie konzipierte Erfolgsreihe zu Ende geht? Einer offensichtlich beliebten Strategie, der Geschichte eine Vorgeschichte zu spendieren, bedient sich auch das japanische Entwicklerstudio Level-5 („Inazuma Eleven“) im Falle ihrer größten Hits um den rätselwütigen Professor Hershel Layton. Da ein Prequel nicht genug ist, wurde gleich eine ganze Prequel-Trilogie angekündigt, dessen Startschuss mit „Professor Layton und der Ruf des Phantoms“ fiel. Während das Spiel für Nintendo DS in Japan bereits 2009 erschien, musste sich die restliche Welt wieder einmal knapp zwei Jahre gedulden, bis es 2011 endlich soweit war.

 

Drei Jahre vor Laytons Auftritt im geheimnisvollen Dorf erreicht ihn ein mysteriöser Brief seines alten Freundes Clark Triton. Darin schildert ihm dieser, dass seine Heimatstadt Misthallery von einem gigantischen Phantom verwüstet wird. Layton macht sich daraufhin mit seiner neuen Assistentin, Emmy Altava, sofort auf den Weg. In Misthallery angekommen stößt auch noch Luke Triton, Clarks Sohn, zum Duo, der voraussagen kann, wo das Phantom als nächstes angreifen wird. Lukes Fähigkeiten und das Phantom bilden aber nur die Spitze des Eisbergs, denn auf Layton und Co. warten in Misthallery weitere Mysterien.

mehr lesen 0 Kommentare

Grand Theft Auto IV


„Certified Cousin Friendly Sandbox“

Grand Theft Auto IV war das Debüt der weltberühmten Reihe auf den damaligen Next-Gen-Konsolen PS3 und X-Box 360. Entwickelt wurde das Spiel von Rockstar Games – genauso wie alle anderen 3D-Teile der Reihe. Dieses Mal taucht man in die Rolle des Osteuropäers Niko Bellic, der dem Lockruf seines Cousins folgt, der vom amerikanischen Traum erzählt. Einmal in Liberty City angekommen stimmt nicht viel davon und der temperamentvolle sowie charismatische Niko sieht sich bald in schmutzige Geschäfte verwickelt.

 

Es gilt in typischer GTA-Manier in der Third-Person-Ansicht die frei erkundbare Stadt von Liberty City – aufgeteilt in drei Hauptgebiete plus einige kleinere Areale wie Inseln – zu durchforsten und Missionen zu erledigen. Die Freiheiten, die geboten werden, waren bis GTA V beispiellos. Man kann natürlich eine Vielzahl an Fahrzeugen steuern – Autos, Motorräder, Boote, Hubschrauber – und auch das Gewand des Charakters ändern, viele Gebäude betreten und sich mit einer großen Auswahl an Waffen ausrüsten. Allgemein ist alles ein wenig realistischer geworden, so dass man nicht wie im Vorgänger „San Andreas“ mehr oder weniger Besitzer der halben Stadt sein kann: Die Immigranten-Geschichte von Niko Bellic ist etwas bodenständiger.

mehr lesen 0 Kommentare

Mega Man X4


„Zero: Übernehmen Sie!“

Die „Mega Man“-Reihe wagte 1996 mit „Mega Man 8“ den Sprung von der SNES zur PlayStation und kurz darauf zur Sega Saturn. 1997 wurde auch die „Mega Man X“-Reihe fortgesetzt und es war keine Überraschung, dass „Mega Man X4“ ebenfalls für PlayStation und Saturn erscheinen würde. Damit kehrte Capcom („Street Fighter“, „Resident Evil“) nicht nur Nintendo den Rücken, sondern schaffte auch den Sprung in die nächste Konsolengeneration, wodurch sich wieder eine Möglichkeit bot, dem nicht gerade für seinen Innovationsdrang bekannten Franchise ein frisches Gesicht zu verpassen.

 

Der Plot in „Mega Man X4“ dreht sich um die militärische Organisation „Repliforce“, die gegründet wurde, um die „Maverick Hunters“ zu unterstützen. Der überraschende Absturz der schwebenden Sky Lagoon auf eine Stadt und der damit verbundene Tod von Millionen von ZivilistInnen ruft Mega Man X und Zero auf den Plan, die die Ereignisse untersuchen müssen. Zu allem Überfluss scheint auch die „Repliforce“ Amok zu laufen und ein erbarmungsloser Kampf gegen die „Maverick Hunters“ bahnt sich an. Was „Repliforce“ und „Maverick Hunters“ nicht wissen, ist, dass sie von einer dritten, unvorstellbar gefährlichen Partei gegeneinander ausgespielt werden und die gesamte Erde auf dem Spiel steht.

mehr lesen 0 Kommentare

Aladdin


„Prinz Ali: Mega Drive Exzellenz“

Der Film „Aladdin“ von Unterhaltungsgigant Disney hatte 1992 sein Leinwanddebüt und konnte auf Anhieb einen enormen Erfolg verbuchen. Ein Jahr danach bekam die Geschichte um den Dieb Aladdin und die Wunderlampe auch eine Spielumsetzung für Sega Mega Drive, welche in Zusammenarbeit der Studios Disney und Virgin entstand. Das Spiel ist dem Genre Jump’n’Run einzuordnen.

 

Das Spiel verfolgt die Geschichte des Films, welche mittels Texteinblenden vertieft wird. Das Spielprinzip ist schnell erklärt: SpielerInnen müssen in Side-Scrolling-Manier von A nach B gelangen, dazwischen Sprungpassagen bewältigen, einfache Rätsel lösen und Gegner besiegen. Zur Abwechslung muss man auch mal Aladdins fliegenden Teppich reiten, kurze Levels mit Aladdins Affen Abu überstehen oder Endgegner, wie Zauberer Jafar oder Papagei Iago, bezwingen.

 

Der Schwierigkeitsgrad hält sich sabei relativ in Grenzen. Zum einen sind ein Großteil der Levels und Endgegner leicht zu überwältigen, zum anderen gibt es dazwischen immer die Möglichkeit, Geld zu sammeln und Leben zu kaufen oder sie durch Minispiele zu gewinnen. Eine große Ausnahme gibt es aber: Das Level „The Escape“ um die zusammenbrechende Höhle und die darauffolgende „Rug Ride“. Diese Levels machen einen enormen Sprung im Bereich des Schwierigkeitsgrades und können locker die eigentliche Zielgruppe der Kinder überfordern – und nicht nur die.

mehr lesen 0 Kommentare

Metro 2033


„Glückspilz Artyom und die verlorene Zukunft“

Literaturversoftungen sind relativ selten zu finden, während Comics und Filme eher zu oft als Vorlagen für Videospiele dienen. An eine solche Randerscheinung wagte sich das damals noch junge Entwicklerstudio 4A Games aus der Ukraine, das von ehemaligen MitarbeiterInnen von GSC Game World („S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl“) aus der Taufe gehoben wurde. Als erstes Projekt wurde 2009 „Metro 2033“ angekündigt: Das Spiel zum russischen Beststeller von Dmitry Glukhovsky. Im Jahr darauf war es so weit und die Kreuzung aus First-Person-Shooter und Survival Horror erblickte für XBox 360 und PC das Licht der Welt.

 

Im Jahr 2013 wurde die Welt von einer apokalyptischen Katastrophe verwüstet, nahezu die komplette Menschheit ausgelöscht und die Erdoberfläche zu einer giftigen Einöde. 20 Jahre nach der Katastrophe haben sich die Menschen in Moskau in den Überresten des U-Bahn-Netzes einquartiert und leben ein Leben voller Angst. Nicht nur ist ein erbitterter Kampf zwischen verschiedene Gruppierungen entflammt, sondern auch Mutanten bedrohen die neue Heimat der Menschen. Durch die stets steigende Bedrohung wird ein Plan ins Leben gerufen, um die Mutanten ein für alle mal zu eliminieren. Eine zentrale Rolle darin spielt der junge und unerfahrene Artyom, der darin verwickelt wird, weil sich seine U-Bahn-Station, die er noch nie verlassen hatte, in unmittelbarer Gefahr befindet.

mehr lesen 0 Kommentare

Another Code: R – A Journey Into Lost Memories


„Der stille Genuss eines guten Mysterys“

Nachdem das Entwicklerstudio Cing im Jahr 2005 mit „Another Code: Two Memories“ für Nintendo DS erstmals auch international auf sich aufmerksam machen konnte, folgte im Jahr 2009 mit „Another Code: R – A Journey Into Lost Memories“ eine Fortsetzung zum gelungenen Adventure – dieses Mal aber für Nintendo Wii. Das Upgrade hat dabei reibungslos geklappt.

 

Die Geschichte spielt zwei Jahre nach dem ersten Teil, so ist Ashley Mizuki Robbins nun 16 Jahre alt. Nachdem sie ihren Vater gefunden hatte, nahm dieser wieder eine Stelle als Erinnerungswissenschaftler an und vernachlässigte seine Tochter abermals. Eines Tages wird Ashley allerdings von ihrem Vater zum Zelten eingeladen. Bei ihrer Ankunft in Juliet Lake wird jedoch ihre Tasche gestohlen und sie wird von Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter überwältigt.

 

Das Spiel lebt wieder von seiner Ruhe, so entwickelt sich der Plot äußerst langsam und unspektakulär, steigert sich aber konstant bis zum großen Finale. Geduldige SpielerInnen werden mit einer großartigen Auflösung beglückt, die die Hintergründe um den Tod von Ashleys Mutter durchleuchtet. Daneben gibt es einige Nebenhandlungsstränge wie die Suche des jungen Matthew nach seinem Vater, die ebenfalls dafür sorgen, dass das Interesse stets bestehen bleibt.

mehr lesen 0 Kommentare

Sonic Unleashed


„Day of the Hedgehog“

Im Jahr 2008 wagte Sega („House Of The Dead“, „Shenmue”) einen erneuten Versuch, seinem angeschlagenen Maskottchen ein würdiges – damaliges – Next Generation-Abenteuer zu spendieren. Das Ergebnis nannte sich „Sonic Unleashed“ und wurde, wie gewohnt, von Sonic Team („Sonic the Hedgehog“, „ChuChu Rocket!“) entwickelt. Das Spiel erschien nicht nur für Nintendo Wii, sondern auch für PS3, PS2 und XBox 360 – mit zwiespältigem Ergebnis.

 

Sonic ist in diesem Spiel nämlich nicht nur ein Hedgehog, sondern auch ein Werehog, so muss er tagsüber seinen gewohnten Geschwindigkeitsrausch ausleben, während er nachts zu einem kampfhungrigen Monster wird. Dazwischen muss er um die Welt reisen, mit verschiedenen Personen sprechen und alte Freunde treffen. Diese Funktionen bringen etwas Adventure-Flair in die Geschichte, wirken aber nicht so überlegt wie noch bei „Sonic Adventure“, wo man deutlich mehr Freiheiten hatte.

 

Die Tag-Levels sind als die Highlights des Spiels anzusehen, denn seit gefühlten Ewigkeiten war das Geschwindigkeitsgefühl nicht mehr so gut bei Sonic und der Wechsel zwischen 3D- und 2D-Abschnitte sorgt für frischen Wind. Hätte man das ganze Spiel nach diesem Schema aufgebaut, hätte „Sonic Unleashed“ ein Referenztitel werden können. Auch die Bosskämpfe können sich sehen lassen, denn die Schlachten gegen Eggman machen Spaß und sind angenehm fordernd.

mehr lesen 0 Kommentare

Machinarium


„Rebellion der (putzigen) Maschinen“

Point-and-Click-Adventures hatten vor etwa 30 Jahren ihre Glanzzeiten, gelten seitdem aber eher als massenuntauglich, so dass es großteils an kleineren Indie-Studios liegt, Genrefans zu versorgen. „Machinarium“ etwa, ein Überraschungshit des Jahres 2009, wurde von Amanita Design entwickelt. Das tschechische Entwicklerstudio, welches 2003 gegründet wurde, hatte sich schon vor dem preisgekrönten Roboterabenteuer einen Namen in der Branche gemacht – mit den Browser Games „Samorost“ und „Samorost 2“.

 

In einer Müllhalde außerhalb der Stadt Machinarium findet sich der Roboter Josef – benannt nach Josef Čapek, der als Erfinder des Wortes Roboter gilt – in seinen Einzelteilen zerlegt wieder. Nachdem er es schafft, sich wieder zusammenzubauen, macht er sich auf den Weg zurück in die Stadt. Dort angekommen macht er sich gleich auf die Suche nach seiner Freundin, wird aber auch in die Verschwörung einer mysteriösen Bruderschaft hineingezogen. Josef beschließt der Bruderschaft, mit der er auch schon seine Probleme hatte, einen Strich durch die Rechnung zu machen.

mehr lesen 0 Kommentare