The Last Of Us Part II


„May your life be long, may your death be swift“

Große Erfolge führen nicht nur zu höheren Erwartungen, sondern im richtigen Umfeld zu neuen Chancen. Nachdem Naugthy Dog mit Uncharted stets ablieferte, rückten die verdienten Freiheiten in den Mittelpunkt – unabhängig von den Wünschen der Spielergemeinschaft. The Last of Us Part II ist somit nicht nur offensichtlich ambitioniert im Ausreizen der Grenzen eines Triple A-Blockbusters, sondern eine Geschichte um falsche Prioritäten, ausartende Besessenheit und vor allem fehlende Empathie. Mehr Zeitgeist geht nicht: Das fast erwartete Review Bombing unterstreicht herrlich verdreht die Botschaften des Spiels noch einmal.

 

Vorweggenommen kann werden, dass die Handlung für KennerInnen von Part I nach wenigen Stunden kaum mehr Überraschungen bietet, ohnehin ist aber der Weg und somit die Entwicklung der Charaktere innerhalb des Revenge-Plots von Relevanz. Lässt man sich darauf ein, offenbart Ellie willkommene Komplexität, die in den Ereignissen sowie Interaktionen aus dem Vorgänger einen nahrhaften Boden vorfindet und durch Handlungen in der Gegenwart sowie Flashbacks gefestigt wird. Nach knappen zehn Stunden einer wahrhaften Tour de Force scheint die süße Rache greifbar nah und dann …

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Mass Effect 3


„Ein erinnerungswürdiges Finale“

2007 legte der kanadische Entwickler BioWare mit „Mass Effect“ den Grundstein für eine der beliebtesten Reihen der letzten Jahre. Bereits von Anfang an als Trilogie konzipiert, folgte nun knapp sechs Jahre nach dem Erstling mit „Mass Effect 3“ der Abschluss des Weltraumepos um Commander Shepards Kampf gegen die Reaper. Die Fangemeinschaft diskutierte aber schon lange davor das große Finale. Die zentralen Fragen dabei waren, ob das Spiel mehr Rollenspiel (Teil eins) oder mehr Actionspiel (Teil zwei) sein würde, welche Konsequenzen getroffene Entscheidungen haben würden und natürlich wie das Ende aussehen würde.

 

Trotz aller Vorkehrungen und Warnungen sieht sich die Erde der Vernichtung durch die Reaper nahezu schutzlos ausgeliefert. Commander Shepard entkommt dem überraschenden Angriff denkbar knapp und macht sich mit der SSV Normandy auf den Weg, eine intergalaktische Flotte auf die Beine zu stellen. Während gefundene Pläne zu einer Superwaffe Hoffnung machen, ist die Vereinigung der Völker die eigentliche Herausforderung, schließlich sind viele davon seit Jahrhunderten in Konflikten untereinander verwickelt und haben vermeintlich größere Probleme als die Reaper. Die Reaper haben es aber auf sämtliches organisches Leben im Universum abgesehen, daher muss an einem Strang gezogen werden, um die totale Vernichtung zu verhindern.

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Lara Croft and the Guardian of Light


„Das zweite Leben der Tomb Raider“

Videospielikone Lara Croft mag zwar heute besser aussehen als zu ihrer Anfangszeit in den 90er Jahren, ihre „Tomb Raider“-Reihe aber hat viel von ihrem Glanz verloren. Kaum ein Spiel nach der Originaltrilogie (1996-1998) konnte mehr für Furore sorgen. In der letzten Konsolengeneration war Lara Croft nicht umsonst weit davon entfernt, die Referenzabenteurerin zu sein – dazu hat sie etwa ein Nathan Drake („Uncharted“) schon meilenweit abgehängt. Nachdem mit den letzten „Tomb Raider“-Spielen „Legend“, „Anniversary“ und „Underworld“ (2006-2008) auch nicht der große Wurf gelang, beschloss Crystal Dynamics („Legacy of Kain: Soul Reaver“) mit dem Franchise zweigleisig zu fahren und gab mit „Lara Croft and the Guardian of Light“ den Startschuss für eine Spin-Off-Reihe.

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Super Mario 64


„So long, 2D-Mario!“

Mit dem Erscheinen der Nintendo 64 im Jahr 1996 war ebenfalls klar, dass das Firmenmaskottchen Mario nicht lange auf sich warten lassen würde. Zeitgleich mit der Konsole wurde auch „Super Mario 64“ veröffentlicht, welches den sympathischen Klempner in ein revolutionäres Jump ’n’ Run-3D-Abenteuer eintauchen lässt. Das Spiel entwickelte sich schnell zum Klassiker und zum Kassenschlagen – und könnte Gerüchten zufolge recht bald für Nintendo Switch erscheinen.

 

Mario hat es wie üblich mit seinem Erzfeind Bowser zu tun, der das Schloss von Prinzessin Peach eingenommen hat. Mario muss nun verschiedene Welten in Form von Gemälden besuchen, um die Macht von Bowser zu brechen. Je mehr Sterne er sammelt, desto näher kommt er einem entscheidenden Showdown. Der Weg ist jedoch lang, gibt es doch 120 Sterne im Schloss verteilt.

 

SpielerInnen übernehmen die Kontrolle von Mario und finden sich vor dem Schloss von Peach wieder, welches es zu erkunden gilt. Darin findet man 15 Welten, in denen es bis zu sieben Sterne durch abwechslungsreiche Missionen zu finden gibt. Aber auch im Schloss selbst gibt es geheime Sterne zu finden. Zwar sind nicht alle Sterne von Nöten, um das Spiel abzuschließen, wer jedoch alle findet, wird mit einer heute legendären Szene mit Yoshi belohnt.

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TechnoMage: Die Rückkehr der Ewigkeit


„Ein Geheimtipp für die Ewigkeit“

Der Welt von Gothos stehen schwarze Stunden bevor, als dunkle Gestalten aus dem Untergrund auftauchen und die Welt ins Chaos zu stürzen drohen. Der TechnoMage Melvin, das Kind einer verbotenen Liebe zwischen einer Zauberin aus Dreamertown und eines Technikers aus Steamertown, hat seit geraumer Zeit Visionen des bevorstehenden Unheils. Aufgrund seiner, der Legende nach, unheilbringenden Herkunft wird er aus seinem Dorf verstoßen. Melvin spürt tatsächlich, dass das Schicksal der Welt mit seinem verbunden ist und macht sich auf den Weg, seine Bestimmung zu erfüllen.

 

Das deutsche Studio Sunflowers, vor allem aufgrund der „Anno“-Reihe bekannt, veröffentlichte im Jahr 2002 mit „TechnoMage“ eine Mischung aus Action-, Adventure- und Rollenspiel. Kurz darauf wurde leider die Entwicklungsabteilung des Studios geschlossen. Aus der Vogelperspektive verfolgt man den Helden Melvin bei der Rettung der Welt. Der spannende und interessante Plot kann vor allem wegen der starken Charaktere, der abwechslungsreichen Welten und der phantasievollen Wesen überzeugen.

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Hotel Dusk: Room 215


„Game Noir“

Der Entwickler Cing („Another Code“, „Little King’s Story“) spendete der erwachsenen Spielergemeinschaft des Nintendo DS 2007 mit „Hotel Dusk: Room 215“ ein Graphic Adventure-Spiel, welches sich sehen lassen kann. Die düstere Krimigeschichte ist im Jahr 1979 angesiedelt und hat mit Kyle Hyde einen ehemaligen Cop als Protagonisten, der als Vertreter im Hotel Dusk landet. Hyde ist aber in Wirklichkeit noch auf der Suche nach seinem ehemaligen Partner und Freund, der ihn vor Jahren aus heiterem Himmel verraten hat.

 

Nun schlüpft man in die Haut von Hyde, der das Hotel und seine Gäste unter die Lupe nimmt, um eine Spur zu seinem eigentlichen Ziel zu finden. Im Laufe der zehn Kapitel lüftet sich die Geschichte nur langsam, so dass es stets spannend und interessant bleibt. Während man die meiste Zeit durch das Hotel wandert und sich mit Personen unterhält, gibt es zwischendurch immer wieder Minispiele zu lösen und Objekte zu finden. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm, so dass sich mit etwas Aufmerksamkeit locker ein Game Over verhindern lässt und ein flüssiges Voranschreiten gewährleistet sein sollte.

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Splinter Cell


„Drei leuchtende Punkte aus der Dunkelheit“

Nachdem Konami („Silent Hill“, „Castlevania“) im Jahr 2001 mit „Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty“ den bis dahin erfolgreichsten Vertreter des Stealth-Genres erschaffen hatte, wollten auch andere Studios vom Hype profitieren. Ubisoft („Prince of Persia“, „Rayman“) warf im Jahr 2002 mit „Splinter Cell“ ein ganz heißes Eisen ins Rennen, so war das Spiel der Startschuss einer Erfolgsgeschichte mit mehreren Fortsetzungen und Umsetzungen für nahezu allen gängigen Konsolen.

 

Sam Fisher kehrt aus dem Ruhestand zurück, um für die amerikanische Geheimorganisation „Third Echelon“ in Georgien zwei verschwundene CIA-Agenten zu finden. Fisher kommt dort einem Komplott des georgischen Präsidenten Kombayn Nikoladze auf die Spur und kann diesen vorerst auch vereiteln. Nikoladze taucht aber unter und startet einen persönlichen Krieg gegen die Vereinigten Staaten von Amerika, der in einem Weltkrieg münden könnte.

 

Man übernimmt dabei aus der Third-Person-Perspektive die Rolle von Sam Fisher und muss in erster Linie unentdeckt durch die verschiedenen Levels schleichen. Dazwischen gilt es, Kletterpassagen zu bewältigen, Verhöre vorzunehmen und vereinzelt auch ein paar Schießereien zu überstehen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei eindeutig auf das Schleichen, so dass die Dunkelheit zur besten Freundin wird.

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Professor Layton und der Ruf des Phantoms


„Episode I: Startschuss zur neuen Trilogie“

Was macht man, wenn eine als Trilogie konzipierte Erfolgsreihe zu Ende geht? Einer offensichtlich beliebten Strategie, der Geschichte eine Vorgeschichte zu spendieren, bedient sich auch das japanische Entwicklerstudio Level-5 („Inazuma Eleven“) im Falle ihrer größten Hits um den rätselwütigen Professor Hershel Layton. Da ein Prequel nicht genug ist, wurde gleich eine ganze Prequel-Trilogie angekündigt, dessen Startschuss mit „Professor Layton und der Ruf des Phantoms“ fiel. Während das Spiel für Nintendo DS in Japan bereits 2009 erschien, musste sich die restliche Welt wieder einmal knapp zwei Jahre gedulden, bis es 2011 endlich soweit war.

 

Drei Jahre vor Laytons Auftritt im geheimnisvollen Dorf erreicht ihn ein mysteriöser Brief seines alten Freundes Clark Triton. Darin schildert ihm dieser, dass seine Heimatstadt Misthallery von einem gigantischen Phantom verwüstet wird. Layton macht sich daraufhin mit seiner neuen Assistentin, Emmy Altava, sofort auf den Weg. In Misthallery angekommen stößt auch noch Luke Triton, Clarks Sohn, zum Duo, der voraussagen kann, wo das Phantom als nächstes angreifen wird. Lukes Fähigkeiten und das Phantom bilden aber nur die Spitze des Eisbergs, denn auf Layton und Co. warten in Misthallery weitere Mysterien.

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Grand Theft Auto IV


„Certified Cousin Friendly Sandbox“

Grand Theft Auto IV war das Debüt der weltberühmten Reihe auf den damaligen Next-Gen-Konsolen PS3 und X-Box 360. Entwickelt wurde das Spiel von Rockstar Games – genauso wie alle anderen 3D-Teile der Reihe. Dieses Mal taucht man in die Rolle des Osteuropäers Niko Bellic, der dem Lockruf seines Cousins folgt, der vom amerikanischen Traum erzählt. Einmal in Liberty City angekommen stimmt nicht viel davon und der temperamentvolle sowie charismatische Niko sieht sich bald in schmutzige Geschäfte verwickelt.

 

Es gilt in typischer GTA-Manier in der Third-Person-Ansicht die frei erkundbare Stadt von Liberty City – aufgeteilt in drei Hauptgebiete plus einige kleinere Areale wie Inseln – zu durchforsten und Missionen zu erledigen. Die Freiheiten, die geboten werden, waren bis GTA V beispiellos. Man kann natürlich eine Vielzahl an Fahrzeugen steuern – Autos, Motorräder, Boote, Hubschrauber – und auch das Gewand des Charakters ändern, viele Gebäude betreten und sich mit einer großen Auswahl an Waffen ausrüsten. Allgemein ist alles ein wenig realistischer geworden, so dass man nicht wie im Vorgänger „San Andreas“ mehr oder weniger Besitzer der halben Stadt sein kann: Die Immigranten-Geschichte von Niko Bellic ist etwas bodenständiger.

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Mega Man X4


„Zero: Übernehmen Sie!“

Die „Mega Man“-Reihe wagte 1996 mit „Mega Man 8“ den Sprung von der SNES zur PlayStation und kurz darauf zur Sega Saturn. 1997 wurde auch die „Mega Man X“-Reihe fortgesetzt und es war keine Überraschung, dass „Mega Man X4“ ebenfalls für PlayStation und Saturn erscheinen würde. Damit kehrte Capcom („Street Fighter“, „Resident Evil“) nicht nur Nintendo den Rücken, sondern schaffte auch den Sprung in die nächste Konsolengeneration, wodurch sich wieder eine Möglichkeit bot, dem nicht gerade für seinen Innovationsdrang bekannten Franchise ein frisches Gesicht zu verpassen.

 

Der Plot in „Mega Man X4“ dreht sich um die militärische Organisation „Repliforce“, die gegründet wurde, um die „Maverick Hunters“ zu unterstützen. Der überraschende Absturz der schwebenden Sky Lagoon auf eine Stadt und der damit verbundene Tod von Millionen von ZivilistInnen ruft Mega Man X und Zero auf den Plan, die die Ereignisse untersuchen müssen. Zu allem Überfluss scheint auch die „Repliforce“ Amok zu laufen und ein erbarmungsloser Kampf gegen die „Maverick Hunters“ bahnt sich an. Was „Repliforce“ und „Maverick Hunters“ nicht wissen, ist, dass sie von einer dritten, unvorstellbar gefährlichen Partei gegeneinander ausgespielt werden und die gesamte Erde auf dem Spiel steht.

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