The Simpsons Game


„Trouble in Springfield“

Um den neu entfachten Hype um die Simpsons aufgrund des Kinofilms weiter in Profit umzumünzen, wurde 2007 das „The Simpsons Game“ von Electronic Arts („Need For Speed“, „The Sims“) auf die Welt losgelassen, und zwar für sämtliche Konsolen, die auf dem Markt zu finden waren. Darin entdeckt die gelbe Familie aus Springfield, dass sie nur Teil eines Videospiels ist – ein passender Rahmen für ein Simpsons-Spiel.

 

Für die SpielerInnen stehen alle Hauptmitglieder der Familie Simpson zur Auswahl, um die verschiedenen Missionen zu meistern. Die Charaktere sind mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet, so kann Bart etwa als Bartman auftreten, Homer ein Fettball werden und Lisa mit Buddha kommunizieren. In den Missionen müssen Sprungpassagen bewältigt, Rätsel gelöst und auch Gegner aus dem Weg geräumt werden.

 

Zwischen den Missionen kann Springfield erkundet werden. Während die Missionen auch im Multiplayer-Modus spielbar sind, muss man in Springfield alleine auf die Suche gehen, was, wenn man zu zweit spielt, relativ nervig ist, da man immer nach Springfield zurück muss. Dadurch ist der zweite Spieler gelangweilt, was zu einem Motivationssturz führen kann. Eigentlich unbegreiflich, warum hier auf eine Coop-Funktion verzichtet wurde.

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Mega Man X


„Xtreme Mega, Man!“

„Mega Man“ für NES wurde 1987 ein Riesenerfolg, so dass das Entwicklerstudio Capcom („Resident Evil“, „Street Fighter“) SpielerInnen fast jährlich mit einem neuen Teil der Reihe beglückte. Spätestens nach „Mega Man 3“ begann das Franchise allerdings, Staub anzusetzen – vor allem aufgrund fehlender Innovationen. Frischen Wind brachte erst der Entschluss, mit der Zeit zu gehen und ein „Mega Man“-Spiel für die neue Generation zu entwickeln. Während also 1993 noch „Mega Man 6“ für NES erschien, sollte kurze Zeit später endlich auch die SNES bedient werden: Nicht mit „Mega Man 7“, sondern mit „Mega Man X“. Die zweite Reihe des Franchises war geboren.

 

Die Ereignisse von „Mega Man X“ spielen dabei etwa ein Jahrhundert nach „Mega Man“. Im Jahr 21XX findet der Archäologe Dr. Cain zufälligerweise die verschollene Zentrale des legendären Roboterdesigners Dr. Thomas Light und eine seiner Erfindungen, Mega Man X – ein menschenähnlicher Roboter mit eigenem Willen und Emotionen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen und mit der Hilfe von X selbst erschafft Dr. Cain einen Reploid: Einen Roboter, der denken, fühlen, lernen und sich entwickeln kann. Bald darauf gehen die Reploids in die Massenproduktion, was alsbald einen verheerenden Krieg zur Folge hat. Mit einem freien Willens ausgestattet, wählten zahlreiche Roboter den Pfad des Bösen und wurden als Mavericks bekannt, gegen die die Maverick Hunters, eine Eliteeinheit unter der Leitung des Roboters Sigma, vorgehen sollte. Als Sigma allerdings aus heiterem Himmel gegen die Menschheit rebelliert und sich zahlreiche Roboter der Maverick Hunters ihm anschließen, liegt es nun an X selbst und dem mysteriösen Zero, den Untergang der menschlichen Rasse abzuwenden.

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Uncharted 3: Drake’s Deception


„Nathan Drake und das verlorene Wüstenreich“

Der amerikanische Spieleentwickler Naughty Dog („Crash Bandicoot“, „The Last of Us“) etablierte 2007 mit „Uncharted: Drake’s Fortune“ die neuen Referenzmarke im Action-Adventure-Genre und konnte sich 2009 auch noch selbst ordentlich übertrumpfen mit „Uncharted 2: Among Thieves“. Wiederum zwei Jahre später folgte mit „Uncharted 3: Drake’s Deception“ der dritte Teil um den Schatzjäger Nathan Drake. Bei der heißersehnten Fortsetzung stellte sich hauptsächlich eine Frage: Kann Naughty Dog wieder eine Schippe drauflegen und ein neues Genre-Highlight aus dem Ärmel schütteln?

 

Nathan „Nate“ Drake und Victor „Sully“ Sullivan scheinen zur Abwechslung einen sicheren Job in der Tasche zu haben, so soll der Verkauf von Sir Francis Drake‘s Ring Unsummen an Geld einbringen. Der Deal ist allerdings ein Köder, um der skrupellosen Katherine Marlowe und ihrem Handlanger Talbot auf die Spur zu kommen. Marlowe hatte es schon vor 20 Jahren auf den Ring abgesehen und dabei die Bekanntschaft von Nate und Sully gemacht. Der Grund für die Besessenheit von Marlowe blieb stets unbekannt. Nun haben der Schatzsucher und sein Mentor aber herausgefunden, dass sie den Spuren von Sir Francis Drake und T. E. Lawrence auf der Suche nach der verschollenen Stadt Iram, das „Atlantis des Sandes“, folgt. Für Nate ist das der Startschuss für ein Abenteuer, das ihn bis in die Rub al-Khali Wüste führt und bei dem er dem dunklen Geheimnis um den Untergang von Iram gefährlich nahe kommt.

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Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge


„Pirates of the Caribbean“

„The Secret of Monkey Island“ eroberte 1990 vor allem dank seines skurrilen Humors, seiner gelungenen Rätsel und seiner liebenswerten Charaktere im Sturm die Herzen von Point-and-Click-Adventure-LiebhaberInnen, die im Jahr darauf erneut von LucasArts beschenkt wurden, denn „Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge“ folgte. Verantwortlich für den für viele besten Teil der gesamten Reihe war in erster Linie wieder das Erfolgstrio bestehend aus Ron Gilbert („Maniac Mansion“), Tim Schafer („Grim Fandango“) und Dave Grossman („Day of the Tentacle“).

 

Das Abenteuer von Guybrush „Mighty Pirate“ Threepwood beginnt dabei auf Scabb Island, wo er auf der Suche nach dem wertvollsten aller Piratenschätze, dem Big Whoop, gelandet ist. Allerdings kann er die Insel aufgrund von Largos Embargo nicht verlassen. Zwar gelingt es Guybrush, Largo zu überlisten, allerdings macht er den Fehler, ihm den Bart des besiegten LeChuck zu zeigen. Largo war nämlich ein Handlanger von LeChuck, reißt den Bart an sich und will den bösartigen Piraten wieder zum Leben erwecken. Guybrush wendet sich an die Voodoo Lady, um der Rache von LeChuck zu entkommen, die ihm sagt, dass der Big Whoop der Schlüssel zur Freiheit ist. Nun liegt es an Guybrush, denn verschollenen und sagenumwobenen Schatz zu finden – und zwar schnell.

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Sonic und der Schwarze Ritter


„Sonic gegen die Ritter der Tafelrunde“

Nachdem Sonic im Jahr 2007 in die Geschichten um Tausendundeine Nacht eingetaucht war, landet er nun in der direkten Fortsetzung von „Sonic und die geheimen Ringe“ in der Artussage. In „Sonic und der Schwarze Ritter“ für Nintendo Wii gilt es nun, den bösartigen König Artus und seine Ritter der Tafelrunde zu besiegen. Sonic wird von Merlina begleitet, die Enkelin des legendären Zauberers Merlin, und bekommt Unterstützung durch das mächtige Schwert Caliburn.

 

SpielerInnen übernehmen die Kontrolle über Sonic, der durch verschiedene Missionen beweisen muss, dass er ein würdiger Ritter ist. Zu den Missionen zählen unter anderem Rennen gegen die Zeit, die Rettung der hilflosen Dorfbewohner, das Erreichen eines Ziels oder das Besiegen eines Bosses. Typisch für Sonic gilt es, in einem angemessenen Tempo durch die abwechslungsreichen Landschaften zu laufen. Zum klassischen Gameplay des Laufes und Springens harmoniert überraschend gut die Handhabung des Schwertes.

 

Die Steuerung funktioniert großteils sehr gut, was vor allem gegenüber der furchtbaren Steuerung des Vorgängers eine enorme Steigerung darstellt. So nimmt man nun den Nunchuk auch zur Hilfe, mit dem man Sonic steuert und den Blockbefehl gibt. Mit dem Wiimote springt man mit A, während man mit B die Zeitlupe aktiviert, um präzisere Schläge auszuführen. Sein Schwert schwingt Sonic durch Schütteln der Wiimote, was manchmal zu empfindlich abgestimmt ist, denn auch durch leichte Bewegungen legt Sonic sofort los.

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Time Hollow


„Time Kid in Trouble“

Dass der Nintendo DS wie geschaffen für Point-and-Click-Adventures ist, haben schon einige Entwickler wie Capcom („Ace Attorney“-Reihe) oder Cing („Hotel Dusk: Room 215“) bewiesen, so dass auch Konami („Metal Gear Solid“, „Silent Hill“) im Jahr 2008 einen Versuch unternahm. Dabei agierte Konami lediglich als Publisher, denn „Time Hollow“ wurde vom hierzulande eher unbekannten Studio Tenky entwickelt.

 

Die Geschichte dreht sich um den jungen Ethan Kairos, der an seinem 17. Geburtstag feststellen muss, dass seine Eltern scheinbar vor zwölf Jahren verschwunden sind, obwohl er noch am Tag davor mit ihnen zusammen war. Außerdem erhält er einen „Hollow Pen“, mit dem er die Vergangenheit manipulieren kann, um so seine Gegenwart zu verändern – mit teils verheerenden Konsequenzen. Als eine weitere Person einen „Hollow Pen“ zu benutzen scheint, droht die Situation zu eskalieren.

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BioShock


„Smoke Under The Water“

Im Jahr 2007 avancierte das Spiel „BioShock“ für XBox 360 – später für viele andere Konsolen – aus dem Hause 2K Games zum Publikumsliebling und wurde oftmals mit dem Titel „Spiel des Jahres“ versehen. Gelobt wurde vor allem der gelungene Mix aus Ego-Shooter, Rollenspiel und Survival-Horror. Auf dem ersten Blick scheint das Spiel alle Erwartungen auch zu erfüllen, aber wie das Spiel selbst thematisiert, dürften die Probleme unter der Oberfläche lauern.

 

Die Geschichte wirft SpielerInnen in die Unterwasserstadt Rapture, die einst das Paradies auf Erden hätte werden sollen, nun aber eine untergekommene Ruine voller blutrünstiger Gestalten und gefährlicher Abwehrsysteme ist. Held Jack landet dort aufgrund eines Flugzeugabsturzes und muss nun das Rätsel um die Stadt lüften, um wieder an die Oberfläche zu gelangen. Auf seinem Weg kommt er der Wahrheit immer näher, die nicht nur mit seiner Vergangenheit verbunden ist, sondern auch mit der mysteriösen Substanz namens ADAM.

 

Leider lässt der Plot großteils kalt, obwohl er durchaus interessant ist und mit relativ überraschenden Wendungen punkten kann. Das Problem ist die teilnahmslose Natur der Hauptfigur, zu der man überhaupt keine Bindung aufbauen kann. Diese schier emotionslose Persönlichkeit der Figur wird zwar im späteren Verlauf in die Geschichte integriert und durchaus plausibel und glaubwürdig mit einem Twist erklärt, hinterlässt aber nichtsdestotrotz einen etwas bitteren Nachgeschmack – der Preis für den Kommentar über SpielerInnen, die nichts hinterfragen, war eventuell zu hoch.

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Star Trek: Elite Force II


„Star Trek: Enterprise - Elite Shooter“

Als im Jahr 2000 mit „Star Trek: Voyager – Elite Force“ der wohl beste Ego Shooter aus dem „Star Trek“-Universum das Licht der Welt erblickte, hoffte die Fangemeinde auf eine Fortsetzung. Diese sollte im Jahr 2003 folgen, aber von einem neuen Entwickler, und zwar Ritual Entertainment („SiN“). Auch spielt das Spiel nicht mehr auf der Voyager, sondern auf der Enterprise unter Captain Jean-Luc Picard und ist zeitlich nach dem Ende der Voyager-Serie und nach „Star Trek: Nemesis“ angesiedelt.

 

SpielerInnen schlüpfen wieder in die Rolle von Alexander Munro, Leiter des Hazard Teams. In der Ego-Perspektive gilt es nun, zahlreiche Welten zu erkunden und eine durchaus interessante Geschichte aufzudecken, die jedoch nicht ganz die Intensität und Spannung des Plots aus dem Vorgänger erreichen kann. Dabei müssen zahlreiche Gegner besiegt, kleinere Rätsel gelöst und Bosskämpfe bestritten werden. Zur Erholung kehrt man zwischen den Missionen immer zur Enterprise zurück und kann sich dort meist stressfrei umsehen.

 

Am Spielprinzip hat sich wenig geändert, es gibt aber durchaus kleinere Neuerungen. Zum Beispiel ist der Einsatz des Tricorders unumgänglich, da die Umgebung gescannt werden muss oder Maschinen gehackt gehören. Auch kann man damit Fallen erkennen oder Giftgas aufspüren. Außerdem kann der Spielverlauf leicht beeinflusst werden, da in Gesprächen verschiedene Antwortmöglichkeiten gewählt werden können. Ansonsten gibt es noch ein paar neue Waffen und natürlich neue Gegner – klassisch für eine Fortsetzung.

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Phoenix Wright: Ace Attorney


„Please mind the objections and enjoy the trial“

Im Jahr 2001 erblickte in Japan die skurrile Gerichtssimulation „Phoenix Wright: Ace Attorney“ für Game Boy Advance das Licht der Welt. Es dauerte ganze fünf Jahre, bis eine aktualisierte Version für Nintendo DS auch in Europa erschien, die die Vorteile des moderneren Handhelden von Nintendo nutzte. Neben den vier Fällen aus dem Originalspiel bescherte Entwickler Capcom („Mega Man“, „Resident Evil“) den SpielerInnen einen komplett neuen Fall: „Rise from the Ashes“.

 

Im Adventure schlüpfen SpielerInnen in die Rolle des jungen Anwalts Phoenix Wright. Die Fälle präsentieren sich stets in zwei Abschnitten: Vor den Gerichtsverhandlungen muss man Tatorte besuchen, Zeugen befragen oder Beweise überprüfen. Diese Abschnitte sind nicht sonderlich fordern, versorgen SpielerInnen aber mit der nötigen Information für die darauffolgenden Verhandlungen. Diese sind dann das Herzstück des Spiels, denn die interessanten Geschichten werden spannend inszeniert, warten mit unerwarteten Wendungen auf und fordern Geschick, Beobachtungsgabe und Geduld.

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Assassin's Creed II


„Requiescat in Pace“

„Assassin’s Creed“ aus dem Hause Ubisoft Montreal („Splinter Cell“, „Prince of Persia: The Sands of Time“) sorgte 2007 für Furore und konnte mit einer frischen Idee und einem gelungenen Gameplay einige „Game of the Year“-Titel abstauben. Trotzdem war Ubisoft bewusst, dass mit der Fortsetzung eine gehörige Steigerung nötig werden würde, denn trotz seiner Tugenden war „Assassin’s Creed“ extrem repetitiv. Ob Ubisoft aus seinen Fehlern gelernt hat, konnte die Gamer‘s Creed ab 2009 in Erfahrung bringen, als „Assassin’s Creed II“ veröffentlicht wurde.

 

Die Handlung folgt wieder Desmond Miles, der weiterhin eine zentrale Rolle in der jahrhundertealten Auseinandersetzung zwischen Templern und Assassinen spielt. Nach dem Ende von Teil eins konnte Desmond aus dem Abstergo-Gebäude fliehen und in ein Versteck der Assassinen Unterschlupf finden. Dort muss er wieder mit der Hilfe des Animus in das Leben eines Vorfahren eintauchen: Ezio Auditore da Firenze, der im späten 15. Jahrhundert während der Renaissance in Italien gelebt hat. Der Grund ist, dass Ezios Leben Aufschluss über die mysteriösen und begehrten Artefakte von Eden geben könnte.

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